Die Wohnungseingangstür trennt Dein Zuhause vom Treppenhaus – sie benötigt daher mehr als eine normale Zimmertür: höhere Klimaklasse, besserer Schallschutz und ein Schloss mit Sicherheitszertifizierung. In unserem Türen-Sortiment findest Du Wohnungseingangstüren als Einzelblatt oder als Komplettset mit Zarge.
Standard-Wohnungseingangstüren folgen den DIN-Normmaßen. Die am häufigsten verbauten Maße und ihre Anwendungsfälle:
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Türblatt-Breite |
Türblatt-Höhe |
Lichte Durchgangsbreite |
Typische Anwendung |
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875 mm |
2.000 mm |
ca. 750 mm |
Renovierung älterer Bestände (Vorkriegs-/Nachkriegsbau) |
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985 mm |
1.985 mm |
ca. 860 mm |
Neubau-Standard – häufigste Größe |
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1.010 mm |
2.010 mm |
ca. 875 mm |
Moderner Neubau, großzügigerer Eingang |
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1.110 mm |
2.135 mm |
ca. 900 mm (barrierefrei) |
Barrierefreiheit nach DIN 18040 |
Hinweis: Miss zunächst die Türöffnung aus (Rohbaumaß), bevor Du eine Tür bestellst. Die Zargenbreite richtet sich nach der Mauerstärke. Passende Türzargen für Wohnungseingangstüren findest Du in unserem Sortiment – sowohl als Einzelkomponente als auch im Komplettset.
Die Preise hängen stark von Material, Schallschutz und Oberfläche ab. Eine Orientierung nach Segment:
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Segment |
Preis (Türblatt allein) |
Merkmale |
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Einstieg |
250–500 € |
Röhrenspansteg, CPL-Oberfläche, Eckkante, Schallschutz Kl. 1 |
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Mittelklasse |
500–900 € |
Vollspan, CPL oder Lack, Designkante, Schallschutz Kl. 2 |
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Hochwertig |
900–1.800 € |
Vollspan mit Ziereinlagen, Schallschutz Kl. 3, CPL oder Lack |
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Komplettset mit Zarge |
600–3.000 € |
Türblatt + Zarge + Drückergarnitur, montagefertig |
Als günstigere Alternative zu Wohnungseingangstüren findest Du hochwertige Innentüren und Zimmertüren für den Innenbereich ohne erhöhte Klimaklassen-Anforderung.
Wenn Du eine Wohnungstür kaufen möchtest, sind ausgewählte Kriterien zu berücksichtigen. Wohnungseingangstüren unterscheiden sich von Zimmertüren hinsichtlich Klimaresistenz, Sicherheit und Einbau. Existiert bereits eine Türzarge, ist sie auf die Wohnungseingangstür umzurüsten. Weiterhin benötigst Du eine Drückergarnitur, die erhöhten Sicherheitsanforderungen entspricht. Wohnungseingangstüren erhältst Du mit Anschlag DIN rechts oder DIN links.
Besonders elegant zeigt sich eine Wohnungseingangstür aus Holz. Bei Vollspan ist die Spanplatte vollflächig eingesetzt – diese Wohnungseingangstür ist deutlich robuster als ein Modell mit Röhrenspansteg und fängt eindringenden Schall stärker ab. Wenn Du eine besonders hochwertige Eingangstür zur Wohnung wünschst, bist Du mit Vollspan gut beraten.
CPL ist ein extrem strapazierfähiger Schichtstoff aus mehrlagigem Papier – versiegelt mit Melaminharz. Eine solche Wohnungseingangstür gilt als äußerst belastbar, hitze- und abriebresistent sowie stoß- und kratzfest. Eine Lackoberfläche verleiht zum Beispiel weißen Wohnungseingangstüren einen leichten Glanz und eine edle Note.
Die Klimaklassen I, II und III geben die richtige Richtung vor. Für ein beheiztes Treppenhaus ist Klimaklasse II (Temperaturdifferenz max. 10 °C, Feuchtigkeitsunterschied bis 35 %) richtig. Im unbeheizten Treppenhaus empfiehlt sich Klimaklasse III (bis 20 °C Temperaturunterschied, 55 % Feuchtigkeitsdifferenz).
Bei Wohnungseingangstüren unterscheidet der Profi drei Schallschutzklassen:
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Schallschutzklasse |
Dämmwert |
Anwendung |
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Klasse 1 |
32 dB |
Flur grenzt ans Treppenhaus (kein Wohnraum direkt daneben) |
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Klasse 2 |
37 dB |
Pensionszimmer, Wohnen in Bürogebäuden |
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Klasse 3 |
42 dB |
Wohnraum grenzt direkt ans Treppenhaus |
Korridortüren lassen sich mit einem Profilzylinderschloss oder Buntbartschloss ausrüsten. Bei Mehrfamilienhäusern bietet ein Profilzylinderschloss hohe Sicherheit vor unbefugten Zutritten. Bei der Kantenausführung bist Du mit einer abgerundeten Designkante stoßunempfindlicher und formschöner unterwegs als mit der klassischen Eckkante.
Damit Deine neue Wohnungseingangstür die richtige Größe hat, ist es entscheidend, zunächst die Türöffnung auszumessen. Ein dreiteiliges Türband ist aus Sicherheitsgründen für Wohnungseingangstüren obligatorisch. Beachte beim Kauf die richtige Wahl der DIN-Richtung.
Eine Wohnungseingangstür muss höhere Anforderungen erfüllen: Klimaklasse II oder III (Temperaturdifferenz zum Treppenhaus), Schallschutzklasse 1–3, dreiteiliges Türband und ein zertifiziertes Profilzylinderschloss. Zimmertüren haben keine dieser Anforderungen – sie sind günstiger, aber nicht für den Übergang zwischen beheiztem und unbeheiztem Bereich geeignet.
Ja, wenn bereits eine passende Zarge vorhanden ist. Das Türblatt wird ins vorhandene Rahmenwerk eingehängt – das schafft ein handwerklich versierter Heimwerker. Musst du auch die Zarge tauschen oder eine neue setzen, empfiehlt sich ein Fachbetrieb: Fehler beim Einmauern führen zu Zugluft, Kondenswasser und klemmendem Flügel.
Miss das Rohbaumaß der Öffnung: Breite an drei Stellen (oben, Mitte, unten), Höhe links und rechts. Der kleinste Wert ist maßgebend. Die eigentliche Türblattgröße liegt ca. 10–15 cm unter dem Rohbaumaß – die Differenz entfällt auf Zarge und Einputztiefe. Im Zweifelsfall hilft ein Fachbetrieb beim Aufmaß.
Die DIN-Richtung beschreibt, auf welcher Seite die Bänder sitzen. Stell dich vor die Tür und öffne sie zu dir hin: Scharniere links = DIN links, Scharniere rechts = DIN rechts. Verwechslungen lassen sich nicht nachträglich korrigieren – miss die Richtung deshalb vor der Bestellung an der vorhandenen Tür ab.
Bei beheiztem Treppenhaus reicht Klimaklasse II (max. 10 °C Temperaturdifferenz). Bei unbeheiztem Treppenhaus – typisch in älteren Mehrfamilienhäusern – ist Klimaklasse III nötig (bis 20 °C Unterschied, bis 55 % Feuchtedifferenz). Eine falsch gewählte Klimaklasse führt zu Verformung des Türblatts und undichten Stellen.
Nur wenn die Zarge kompatibel ist – also das gleiche Falzmaß hat und für Wohnungseingangstüren geeignet ist. Zimmertürzargen sind oft schmaler und nicht auf das höhere Gewicht von Vollspantüren ausgelegt. Prüfe Falzbreite, Mauerstärke und Bandposition, bevor du ausschließlich ein neues Blatt bestellst.
Bei normaler Nutzung und intakter Oberfläche 20–30 Jahre. CPL-Oberflächen sind dabei langlebiger als Lack, der an Kanten und Beschlägen früher absplittert. Türbänder und Schloss sind Verschleißteile – sie lassen sich separat tauschen, ohne die gesamte Tür erneuern zu müssen.