Eine Grillkota verbindet das nordische Lagerfeuer-Feeling mit der Gemütlichkeit einer geschützten Grillhütte. Das zentrale Feuer brennt in der Mitte des runden oder sechseckigen Gebäudes, der Rauch zieht durch die Öffnung im Dach ab, und ringsherum sitzen Gäste auf Holzbänken. Das ist Grillen auf einem ganz anderen Niveau.
Das Wort "Kota" stammt aus dem Finnischen und bezeichnet ursprünglich die traditionelle Behausung der Sámi, der indigenen Bevölkerung Nordskandinaviens. Die moderne Grillkota ist ein daraus abgeleitetes Gartengebäude: ein rundes, sechseckiges oder achteckiges Holzhaus mit einem zentralen Feuerstelle und einer Dachrauchabzugsöffnung. Sie dient heute als Outdoor-Speiseraum, Partyhütte und geselliges Grill-Gebäude. In Skandinavien und zunehmend auch in Deutschland gehört eine Kota zu den begehrtesten Gartenprojekten.
Grillkotas sind in verschiedenen Grundformen erhältlich:
• 6-Eck-Kota: die klassische Form, sechs gleiche Seiten, Durchmesser ca. 4 bis 6 Meter
• 8-Eck-Kota: etwas großzügiger, für größere Gruppen ab 8 bis 10 Personen
• Runde Kota: seltener, besonders harmonisch in der Optik
• Halbkota: nur die halbe Runde oder eine halbe Sechseckform, gegen eine Wand gebaut
Die Größe bestimmt, wie viele Personen bequem im Inneren Platz finden. Als Richtwert gilt: Eine 6-Eck-Kota mit einem Innendurchmesser von 4 Metern bietet Sitzplatz für etwa 8 bis 10 Personen. Bei 5 Metern Innendurchmesser sind 12 bis 14 Personen möglich. Für private Nutzung mit der Familie und einem Freundeskreis von bis zu 10 Personen ist eine 4-Meter-Kota die gängige Wahl. Für Ferienhäuser, Restaurants oder gewerbliche Nutzung empfehlen sich größere Modelle.
Tipp: Der Fußboden einer Grillkota sollte nicht brennbar sein. Verlege in der Mitte des Raums, rund um die Feuerstelle, Natursteinplatten oder Betonpflaster. Holzboden unter und neben der Feuerstelle stellt ein Sicherheitsrisiko dar.
Die Feuerstelle in der Mitte der Kota ist ein offener Grillbereich, oft ein Grillrost auf Steinen oder ein spezieller zentraler Kamin. Der Rauch steigt durch das zentrale Kegeldach nach oben und tritt durch die Rauchabzugsöffnung oder einen kleinen Schornstein aus. Eine gute Kota ist so konstruiert, dass ein natürlicher Zug entsteht und der Rauch nach oben abgeleitet wird, ohne die Sitzenden zu belasten. Wichtig: Die Kota muss regelmäßig gelüftet werden und darf nur mit trockenem, unbehandeltem Holz beheizt werden.