Fassadenzubehör – Unterkonstruktion, Schrauben und Befestigung

Vom Unterkonstruktionsprofil über Edelstahlschrauben bis zum Befestigungsclip: Das richtige Fassadenzubehör sorgt für eine fachgerechte Montage und langlebige Haltbarkeit der Fassadenverkleidung. Ohne passende Befestigungsmittel und eine korrekte Unterkonstruktion kann selbst das beste Fassadenmaterial vorzeitig versagen.

Welches Zubehör gehört zu einer Fassadenmontage?

Zubehör

Material

Funktion

Unterkonstruktionslatten

Aluminium oder Holz (KDI)

Traggerüst für Fassadenprofile

Befestigungsclips

Edelstahl oder Kunststoff

verdeckte, schraubenlose Montage

Fassadenschrauben

Edelstahl A2 oder A4

sichtbare Direktverschraubung

Abschlussprofile

Aluminium oder WPC

saubere Kanten an Ecken und Rändern

Hinterlüftungsgitter

Aluminium mit Insektenschutz

Schutz der Lüftungsöffnungen vor Ungeziefer

Aluminium-Unterkonstruktionen sind langlebiger als Holzlatten und verziehen sich nicht. Sie eignen sich besonders für WPC-Fassaden und Hybrid-Fassaden, da sich die Clips werkzeugfrei einrasten lassen.

Für Holzfassaden aus Lärche oder Douglasie sind kesseldruckimprägnierte Holzlatten (mindestens 40 × 60 Millimeter) die gängige Wahl. Bei gerbstoffreichem Holz unbedingt Edelstahl-Befestigungsmittel verwenden, um schwarze Verfärbungen durch chemische Reaktionen zu vermeiden.

Worauf muss bei Schrauben und Clips geachtet werden?

Fassadenschrauben müssen aus Edelstahl bestehen – mindestens A2 (V2A), bei salzhaltiger Luft in Küstennähe besser A4 (V4A). Verzinkte Schrauben korrodieren an der Fassade und hinterlassen rostbraune Laufspuren. Bei gerbstoffreichem Holz wie Lärche oder Douglasie können verzinkte Verbindungsmittel zusätzlich schwarze Verfärbungen verursachen.

Clips für die verdeckte Montage werden zwischen die Profile geklemmt und auf die Unterkonstruktion geschraubt. Der Vorteil: keine sichtbaren Schraubenköpfe auf der Fassade. Der Clipabstand richtet sich nach dem Profil – üblich sind 40 bis 60 Zentimeter von Clip zu Clip. Achte darauf, dass der Clip zum verwendeten Profilsystem passt – unterschiedliche Hersteller verwenden unterschiedliche Clip-Geometrien.

Tipp: Plane beim Materialkauf 10 Prozent Verschnitt ein. An Fensterlaibungen, Ecken und Dachkanten fallen Zuschnitte an, die selten weiterverwendet werden können.

Wie wird die Unterkonstruktion aufgebaut?

Die Unterkonstruktion wird senkrecht oder waagerecht an der Außenwand befestigt – immer quer zur späteren Verlegerichtung der Fassadenprofile. Zwischen Wand und Unterkonstruktion wird eine diffusionsoffene Fassadenbahn montiert, die Feuchtigkeit von der Gebäudehülle fernhält. Der Achsabstand der Latten beträgt je nach Profilsystem 40 bis 60 Zentimeter.

Der Hinterlüftungsspalt von mindestens 20 Millimetern muss durchgängig gewährleistet sein. Am unteren und oberen Ende der Fassade bleiben die Lüftungsöffnungen offen und werden mit Insektenschutzgittern versehen. So zirkuliert die Luft frei und transportiert Feuchtigkeit nach außen ab.

Resysta-Fassaden aus Reishülsen-Composite sind eine besonders wartungsarme Option für anspruchsvolle Standorte und benötigen weder Streichen noch regelmäßige Holzschutzbehandlung.