Garapa – goldene Eleganz – das helle Hartholz für freundliche Terrassen

Eine gute Alternative zu Cumarú und Ipé im Außenbereich

Bei Garapa handelt es sich um ein mittel bis stark beanspruchbares Konstruktionsholz für den Innen- und Außenbereich. So werden aus ihm nicht nur Fenster und Türen, Innentreppen, Parkett und Möbel hergestellt, sondern auch im Wasser- und Schiffsbau findet es seine Verwendung. Allerdings kann seine natürliche Dauerhaftigkeit sehr stark variieren, weshalb auf die Behandlung mit geeigneten Holzschutzmitteln keinesfalls verzichtet werden sollte. Als besonders strapazierfähiges Holz eignet sich Garapa bestens für Terrassenbeläge, Teich- oder Poolumrandungen.

 

 

Herkunft


Mit Garapa wird das Holz von gleich zwei Baumarten (Apuleia leiocarpa und Apuleia molaris) der Familie der Johannisbrotgewächse bezeichnet. Sie sind in der gesamten tropischen und subtropischen Klimazone von Südostasien über Zentralafrika bis nach Mittel- und Südamerika beheimatet. Im Handel erhältliches Garapa stammt jedoch ausschließlich aus Lateinamerika. Hier werden die bis zu 50 Meter hohen und einen Stammdurchmesser von 120 Zentimeter erreichenden Bäume im gesamten Amazonasgebiet von Argentinien über Brasilien bis nach Venezuela gefördert.

 

Eigenschaften


Das astarme Garapaholz zeichnet sich durch seine vielfältigen Erscheinungsformen aus: Das Splintholz setzt sich entweder blassgelb bis beigefarben vom gelblich-braunen Kernholz ab oder beide unterscheiden sich farblich kaum voneinander. Ebenso sind die Zuwachsringe in einigen Fällen deutlich sichtbar und in anderen kaum zu erkennen. Beides lässt sich auf die Verwendung unterschiedlicher Baumarten aus verschiedenen Herkunftsregionen zurückführen: Setzten sich Früh- und Spätholz deutlich voneinander ab, stammt das Holz aus der subtropischen Klimazone, in der die jahreszeitlich bedingten, klimatischen Unterschiede deutlicher ausfallen als in den tropischen Klimazone am Äquator.

Wie bei anderen Tropenhölzern kann es auch bei Garapa zum sogenannten Wechseldrehwuchs kommen. Das Holz weist dann eine ungleichmäßige Faserstruktur auf, die zu sogenannten Glanzstreifen auf der radialen Ebene führt und zusammen mit der enormen Härte das Holz schwer bearbeitbar macht. Das Vorbohren von Schraublöchern und die Verwendung von Hartmetallwerkzeugen sind deshalb unabdingbar.

Wie Ipé und Cumarú zählt Garapa zu den Tropenhölzern, die kaum quellen und schwinden. So verzieht es sich mit der Zeit kaum und eignet sich deshalb im besonderen Maße als Teich- oder Poolumrandung. Dazu trägt auch seine hohe Riss- und Splitterfestigkeit bei. Aufgrund dieser herausragenden Eigenschaften handelt es sich bei Garapa um ein strapazierfähiges Holz, das für den Einsatz im Außenbereich bestens geeignet ist. Es entspricht der Dauerhaftigkeitsklasse II.

Besonderheiten


Wie bei den meisten Tropenhölzern kann es auch bei Garapa in den ersten Monaten zum sogenannten Ausbluten kommen. Dabei werden vom Regen- oder Gießwasser Farbpigmente aus dem Holz gespült, die anliegende Bauteile wie Fassaden, Türen und Zäune bräunlich verfärben können. Mit Oxalsäure lassen sich diese Verfärbungen allerdings problemlos wieder entfernen.

Eine weitere Besonderheit von Garapa besteht in seiner Fähigkeit, natürliche Silikate einzulagern. Dabei handelt es sich um Verbindungen aus Kieselsäure und verschiedenen Salzen. Diese Verbindungen können mit Leichtmetallwerkzeugen reagieren, weshalb bei der Bearbeitung von Garapa ausschließlich Hartmetallwerkzeugen zum Einsatz kommen sollten, deren Reaktionsbereitschaft weitaus geringer ist.

 

Pflege


Garapa verfügt als Tropenholz über eine Art inneren Holzschutz: Er besteht zum einen in der hohen Dichte des Holzes, die eine Zersetzung durch Mikroorganismen und Pilze erschwert. Zum anderen lagern tropische Baumarten ätherische Öle in ihren Zellen ein, die Insekten abschrecken. Beide Strategien helfen allerdings nicht gegen das Ausbleichen des Holzes unter UV-Einstrahlung. Durch direkte Sonneneinstrahlung wird der im Holz enthaltene Stoff Lignin zersetzt, wodurch das Holz seine charakteristische goldbraune Farbe verliert. Zurück bleibt die durchsichtig-weiße Cellulose, die das Holz silbrig-grau schimmern lässt.

Mit pigmentierten Holzschutzmitteln wie Lasuren, Lacke und Öle lassen sich diese Farbverluste allerdings wieder ausgleichen. Für den Anstrich mit physikalischen Holzschutzmittel ist Garapa nur mäßig geeignet. Deshalb sollten ausschließlich Mittel auf Ölbasis zum Einsatz kommen, die sich leichter mit den holzeigenen Ölen verbinden als Mittel auf Wasserbasis. Da nur ein intakter Holzschutz dauerhaft vor Witterungseinflüssen schützt, sollte er regelmäßig auf Schadstellen überprüft und einmal jährlich erneuert werden.

Verschmutzungen lassen sich mit klarem Wasser und einem Besen oder einer Bürste ganz einfach entfernen. Die Borsten sollten weich sein, um die Holzoberfläche nicht zu zerkratzen und den Holzschutz nicht zu beschädigen.

 

Alternativen


Andere Tropenhölzer wie Bangkirai, Cumarú und Ipé.