Zeder – der aromatische Klassiker mit natürlichem Schutz

Terrassendielen mit natürlichem Schutz vor holzzersetzenden, Mirkoorganismen, Pilzen und Insekten

In seinen Herkunftsregionen wird Zedernholz bereits seit Jahrhunderten als Konstruktionsholz für den Innen- und den Außenbereich verwendet. Durch seine gute Bearbeitbarkeit wird es vor allem für Bauelemente, wie Türen, Tore und Fensterläden verwendet. Auch im Schiffsbau kommt Zedernholz aufgrund seiner hohen Wasserverträglichkeit zum Einsatz. Selbst der alttestamentarische Noah soll seine Arche aus Zedernholz gezimmert haben. Die im Zedernholz enthaltenen ätherischen Öle schützen das Holz vor dem Befall durch Insekten und finden sogar Verwendung in Kosmetik- und Parfumindustrie.

Herkunft


Bei der Zeder handelt es sich um einen immergrünen Nadelbaum, der zur Familie der Kieferngewächse zählt. Die Wuchshöhe der Bäume beträgt 40 Meter bei einem möglichen Stammdurchmesser von 2 Metern. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den gesamten Mittelmeerraum von Algerien über Marokko bis Zypern und die Türkei. Eine weitere räumlich isolierte Population gibt es am Rande des Himalaya-Gebirges von Afghanistan über Pakistan bis Indien.  

 

Eigenschaften


Das gelblich-weiße Splintholz der Zeder setzt sich farblich deutlich vom rötlich-braunen Kernholz ab. Der Farbunterschied zwischen dem hellen Früh- und dem dunklen Spätholz ist im Querschnitt  in Form sehr feiner Jahresringe zu erkennen. So ergibt sich eine äußerst harmonische Maserung, die sich auf der tangialen Ebene ("Scheibenanschnitt" des Stammes von oben nach unten) in Form von hellen Fladern und auf der radialen Ebene ("Tortenanschnitt" des Stammes von außen nach innen) von der als feine Streifen zeigt.

Die Harzkanäle fallen bei der Zeder für ein Nadelholz sehr klein aus und sind nur im Querschnitt durch optische Vergrößerung zu erkennen. Das fein- bis grobastige Holz zeichnet sich durch eine gleichmäßige und gerade Faserstruktur und sehr gute Bearbeitbarkeit aus. Da es aber zu Rissbildung neigt, empfiehlt sich das Vorbohren von Schraublöchern. Zedernholz entspricht der  Dauerhaftigkeitsklasse II.

Besonderheiten 


Wie bei allen Nadelhölzern kann es bei der Zeder in den ersten Monaten zu Harzaustritten kommen. Dabei setzt sich das Harz an der Holzoberfläche tropfenförmig ab. Vermehrt tritt es an Astlöchern aus. Mit Aceton lässt sich das Harz problemlos wieder entfernen. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass es sich um ein Lösungsmittel handelt, das auch den Holzschutz angreift. Die Erneuerung des Holzschutzes nach der Harzentfernung ist somit unabdingbar.

Eine weitere Besonderheit der Zeder sind ihre Gerbstoffe, die mit Eisen reagieren können. Dabei verfärbt sich das Holz bläulich-grau. Die Verfärbungen beeinträchtigen zwar nur die optischen und nicht die technischen Eigenschaften des Holzes, können aber von Vorneherein durch die Verwendungen von Edelstahlschrauben vermieden werden.

 

Pflege 


Bei Holz handelt es sich um einen organischen Werkstoff, der im Außenbereich Witterungseinflüssen ausgesetzt und vom Befall durch Schädlinge wie holzzersetzenden Insekten, Mikroorganismen oder Pilzen bedroht ist. Deshalb bedarf es immer eines intakten Holzschutzes. Bei Zedernholz werden physikalische Holzschutzmittel wie Lasuren, Lacke oder Öle verwendet.

Der Holzschutz sollte regelmäßig auf Schadstellen überprüft und einmal jährlich erneuert werden. Verschmutzungen lassen sich mit klarem Wasser und einem Besen oder einer Bürste einfach entfernen. Die Borsten sollten allerdings weich sein, um die Holzoberfläche nicht zu zerkratzen und den Holzschutz nicht zu beschädigen.

 

Alternativen

 
Alternativen sind Lärche oder kesseldruckimprägniertes Kiefernholz (KDI)