Kombisaunen vereinen finnische Sauna und Infrarotkabine in einem Gerät. Per Knopfdruck wechselst du zwischen klassischem Saunabetrieb bei 70–90 °C und sanfter Infrarotwärme bei 40–60 °C, ohne zwei separate Kabinen zu benötigen.
|
Modus |
Temperatur |
Aufheizzeit |
Wirkung |
|
Finnische Sauna |
70–90 °C |
30–45 Min. |
starkes Schwitzen, Kreislauf anregen |
|
Infrarot |
40–60 °C |
10–15 Min. |
Tiefenwärme, Muskelentspannung |
|
Kombibetrieb |
50–70 °C |
20–30 Min. |
Mischform, individuell einstellbar |
Im finnischen Modus arbeitet der Elektroofen mit 6 bis 9 kW Leistung und erzeugt trockene Hitze. Die Infrarotstrahler – typischerweise Keramik- oder Flächenstrahler mit 1.500 bis 2.400 Watt – sitzen in den Rückenlehnen oder Seitenwänden und geben Wärmestrahlung ab, die bis zu 4 Zentimeter tief in die Haut eindringt. Moderne Steuergeräte regeln beide Heizsysteme getrennt, sodass sich Temperatur und Intensität individuell einstellen lassen.
Eine Kombisauna lohnt sich, wenn verschiedene Personen im Haushalt unterschiedliche Wärmevorlieben haben. Infrarot eignet sich bei Verspannungen, Gelenkbeschwerden oder nach dem Sport – die milde Tiefwärme fördert die Durchblutung, ohne den Kreislauf stark zu belasten. Die finnische Sauna ist dagegen das klassische Saunaerlebnis mit intensivem Schwitzen und anschließender Abkühlung. Massivholzsaunen mit dicken Blockbohlen ab 40 Millimeter sorgen für ein besonders mildes Klima und intensiven Holzduft.
Gedämmte Systemsaunen in Elementbauweise bieten besonders kurze Aufheizzeiten und lassen sich bei einem Umzug wieder abbauen. Die Sandwichpaneele halten die Wärme effizienter als Massivholz und senken den Energieverbrauch pro Sitzung.
Tipp: Achte bei der Steuerung auf einen separaten Infrarot-Regler. So lässt sich die Intensität der Infrarotstrahler unabhängig vom Saunaofen einstellen – besonders wichtig, wenn Infrarot allein ohne Ofenbetrieb genutzt werden soll.
Der Saunaofen benötigt in der Regel einen 400-Volt-Starkstromanschluss, der von einem Elektriker installiert werden muss. Die Infrarotstrahler laufen über eine separate 230-Volt-Leitung. Beide Systeme werden an die zentrale Steuereinheit angeschlossen. Für die Verkabelung innerhalb der Kabine sind ausschließlich hitzebeständige Silikonkabel (SIHF) zugelassen, die Temperaturen bis 180 °C standhalten.
Die Kabinengröße sollte mindestens 150 × 150 Zentimeter betragen, damit genügend Platz für Ofen und Infrarotpaneele bleibt. Innensaunen gibt es in zahlreichen Bauformen, die sich je nach Raumsituation und gewünschter Ausstattung unterscheiden.