Zwei Autos, ein Dach: Ein Doppelcarport spart Grundfläche im Vergleich zu zwei einzelnen Carports, bietet aber Platz für zwei Fahrzeuge nebeneinander. Die breite Dachfläche kann zusätzlich als überdachte Terrasse oder Lagerfläche genutzt werden. Bei uns findest du stabile Doppelcarports aus Holz in verschiedenen Größen und Dachformen – perfekt für modernes Wohnen.
Die Standardbreite eines Doppelcarports liegt zwischen 5,20 und 6,00 Metern. Das ermöglicht das Parken zweier Fahrzeuge nebeneinander mit je etwa 2,50 bis 3,00 Metern Stellbreite. Die Tiefe beträgt wie bei Einzelcarports zwischen 4,80 und 6,00 Metern.
Für SUVs und Kombis ist eine Tiefe von mindestens 5,50 Metern empfehlenswert. Die lichte Einfahrtshöhe liegt bei den meisten Modellen zwischen 2,00 und 2,40 Metern und ist für normale PKW und viele Kompakt-SUVs ausreichend.
Ein Doppelcarport ist in fast allen Fällen günstiger als zwei separate Einzelcarports. Der Grund: Die mittlere Stützenreihe entfällt, und das gemeinsame Dach benötigt weniger Holz als zwei separate Dachtragwerke. Außerdem benötigt ein Doppelcarport weniger Grundfläche, weil kein Abstand zwischen den Gebäuden nötig ist.
Nachteil: Wenn ein Fahrzeug nicht mehr in die Garage muss, steht die freie Hälfte des Doppelcarports ungenutzt. Wer flexibel bleiben will, kann hier mit einer mobilen Trennwand oder einem Geräteraum auf der freien Seite arbeiten.
Doppelcarport günstiger als 2 Einzelcarports durch gemeinsame Konstruktion
Weniger Grundfläche nötig als zwei separate Gebäude
Dachfläche kann als überdachte Sitzfläche genutzt werden
Möglichkeit: eine Seite als Geräte- oder Brennholzlager nutzen
Für einen Doppelcarport gilt dasselbe wie für einen Einzelcarport: Die Stützpfosten müssen auf einbetonierten Pfostenträgern aus verzinktem Stahl stehen, niemals direkt im Erdreich. Wegen der größeren Breite und der damit verbundenen größeren Windlast am Dach müssen die Fundamente stabiler dimensioniert sein.
Als Richtwert gilt: Fundamenttiefe von 80 bis 100 Zentimetern je nach Bodenklasse, Fundamentdurchmesser von mindestens 25 Zentimetern pro Pfosten. Eine Bodenplatte aus armiertem Beton ist für einen Doppelcarport besonders empfehlenswert.
Tipp: Beachte, dass ein Doppelcarport wegen seiner größeren Grundfläche häufiger genehmigungspflichtig ist als ein Einzelcarport. Klär das unbedingt vorab mit deiner Baubehörde.
Holz ist das beliebteste Material für Doppelcarports. Konstruktionsvollholz (KVH) aus Fichte oder Lärche bietet eine optimale Kombination aus Tragfähigkeit und natürlicher Optik. Leimholz-Binder (BSH) ermöglichen größere Spannweiten ohne Mittelstütze und eignen sich besonders für breite Doppelcarports ab 6,00 Metern.
Alle tragenden Stützpfosten sollten einen Querschnitt von mindestens 9 × 9 cm aufweisen – bei freistehenden Doppelcarports empfehlen sich 12 × 12 cm. Für die Dachsparren sind Querschnitte ab 6 × 16 cm üblich, je nach Spannweite und Dachneigung.
Für die Dacheindeckung eines Doppelcarports kommen verschiedene Materialien infrage. Bitumenwellplatten sind die günstigste Option, leicht zu verlegen und ausreichend witterungsbeständig. Profilblech (Trapezblech oder Stehfalz) ist robuster, langlebiger und moderner in der Optik.
Lichtplatten aus Polycarbonat oder Acrylglas bringen Tageslicht unter das Dach, sind aber je nach Qualität empfindlicher bei Hagelschlag. Hochwertiger sind Holzschindeln oder eine Bitumenschindeleindeckung, die dem Doppelcarport ein besonders hochwertiges Erscheinungsbild verleihen.
Die Dachneigung sollte mindestens 3° bei Flachdächern und 15° bis 25° bei Satteldächern betragen. Ein steileres Dach leitet Regenwasser und Schnee schneller ab und reduziert die Schneelast auf der Konstruktion.
Die Schneelast ist ein entscheidender Faktor bei der Dimensionierung eines Doppelcarports. Deutschland ist in fünf Schneelastzonen unterteilt: In Zone 1 (Norddeutsche Tiefebene) beträgt die Schneelast ca. 0,65 kN/m², in Zone 3 (Mittelgebirge) bereits 1,10 kN/m².
Für einen Doppelcarport mit 30 m² Dachfläche bedeutet das in Zone 2 eine Gesamtlast von rund 2,55 Tonnen. Alle bei uns erhältlichen Doppelcarports sind für mindestens Schneelastzone 2 ausgelegt. In Regionen mit höherer Schneelast empfehlen sich verstärkte Sparren oder ein zusätzlicher Mittelpfetten-Träger.
Die Genehmigungspflicht für einen Doppelcarport variiert je nach Bundesland und Grundfläche. In vielen Bundesländern sind Carports bis zu einer bestimmten Größe genehmigungsfrei – die Schwellenwerte unterscheiden sich jedoch erheblich.
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Bundesland |
Genehmigungsfrei bis |
Rechtsgrundlage |
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NRW |
30 m² Grundfläche |
§ 62 BauO NRW |
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Bayern |
unbegrenzt (offene Bauweise) |
Art. 57 BayBO |
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Baden-Württemberg |
40 m³ BRI |
§ 50 LBO BW |
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Niedersachsen |
30 m² Grundfläche |
§ 60 NBauO |
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Hessen |
30 m³ BRI |
§ 63 HBO |
Ein typischer Doppelcarport mit 6 × 5 m hat 30 m² Grundfläche – in NRW gerade noch genehmigungsfrei, in Hessen je nach Höhe möglicherweise nicht. Grenzabstände zum Nachbargrundstück sind in jedem Fall einzuhalten. Angaben ohne Gewähr – kläre die Details vorab mit deiner Baubehörde.
Ein Doppelcarport aus dem Bausatz lässt sich von zwei geübten Heimwerkern an einem Wochenende aufbauen, vorausgesetzt, das Fundament ist bereits vorhanden und ausgehärtet. Der reine Holzbau dauert bei einem Doppelcarport mit Pultdach in der Regel 8 bis 12 Stunden.
Für ein Satteldach oder komplexere Formen sind 12 bis 20 Stunden anzusetzen. Werkzeug: Akkuschrauber, Säge, Wasserwaage, Schraubenschlüssel, Hebeblock oder Leiter für die Dacharbeiten. Passende Gartenhaus-Böden können als solide Untergrundlösung dienen.
Das hängt vom Bundesland und der Grundfläche ab. In Bayern sind offene Carports oft genehmigungsfrei, in NRW gilt eine Grenze von 30 m². Grenzabstände und Bebauungsplan sind immer zu beachten.
Mindestens 5,20 Meter, besser 6,00 Meter. So stehen pro Stellplatz etwa 2,50 bis 3,00 Meter zur Verfügung – genug für bequemes Ein- und Aussteigen.
Konstruktionsvollholz (KVH) aus nordischer Fichte oder Lärche ist Standard. Leimholz-Binder (BSH) ermöglichen größere Spannweiten. Alle tragenden Teile benötigen regelmäßigen Holzschutzanstrich.
Mindestens 80 cm, in frostgefährdeten Regionen bis 100 cm. Pro Stützpfosten wird ein Einzelfundament mit mindestens 25 cm Durchmesser empfohlen.
Ja, sofern die Statik auf die regionale Schneelastzone ausgelegt ist. In Zone 2 (Durchschnitt) beträgt die Last ca. 0,85 kN/m² – bei 30 m² Dachfläche rund 2,55 Tonnen. Verstärkte Sparren oder ein Mittelpfetten-Träger erhöhen die Tragfähigkeit.
Ja, Bausätze werden mit Aufbauanleitung geliefert. Zu zweit benötigt man ein Wochenende für den Holzbau, vorausgesetzt, das Fundament steht bereits. Werkzeug: Akkuschrauber, Säge, Wasserwaage.
Holz-Bausätze beginnen ab ca. 1.500 Euro für einfache Modelle. Hochwertige Doppelcarports mit Satteldach und Seitenverkleidung liegen zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Dazu kommen Kosten für Fundament und Dacheindeckung.