Carport-Rückwände – Wetterschutz für die Rückseite

Eine Rückwand schließt das Carport zur wetterabgewandten Seite und hält Regen, Wind und Laub vom Fahrzeug fern. Besonders bei freistehenden Carports ohne angrenzende Hauswand ist eine Rückwand sinnvoll, da sie den Innenraum spürbar trockener hält und die Konstruktion zusätzlich aussteift.

Aus welchen Materialien bestehen Carport-Rückwände?

Material

Wandstärke

Eigenschaften

Nut-und-Feder-Bretter (Fichte)

19–21 mm

preisgünstig, natürliche Holzoptik, benötigt Holzschutz

Blockbohlen (Fichte/Lärche)

28–44 mm

stabil, massive Optik, gute Windlastaufnahme

WPC-Elemente

20–25 mm

witterungsbeständig ohne Pflege, moderne Optik

Glas/Polycarbonat

6–10 mm

lichtdurchlässig, windgeschützt, optisch leicht

Holzrückwände aus Nut-und-Feder-Brettern sind die gängigste Lösung. Die einzelnen Bretter werden waagerecht oder senkrecht in einen Rahmen aus Konstruktionsvollholz eingesetzt und anschließend am Carport-Pfosten verschraubt. Für naturbelassene Fichtenbretter ist eine Holzschutzlasur erforderlich, um Vergrauung und Feuchteschäden vorzubeugen.

Wie wird eine Rückwand montiert?

Zunächst wird ein Rahmen aus Kanthölzern (mindestens 45 × 70 Millimeter) zugeschnitten und an den rückseitigen Pfosten des Carports befestigt. In diesen Rahmen werden die Profilbretter von unten nach oben eingesetzt und vernagelt oder verschraubt. Der untere Abschluss sollte mindestens 5 Zentimeter über dem Bodenniveau enden, damit Spritzwasser und stehendes Wasser nicht ins Holz ziehen. Seitenwände am Carport lassen sich nach dem gleichen Prinzip anbringen und erzeugen gemeinsam mit der Rückwand einen nahezu geschlossenen Unterstellplatz.

Tipp: Bei Längen über 4 Metern die Rückwand in zwei Segmente aufteilen – das erleichtert den Transport und die Montage erheblich.

Verbessert eine Rückwand die Stabilität des Carports?

Ja, eine Rückwand wirkt als aussteifendes Element und erhöht die Windlast-Stabilität des gesamten Carports. Besonders bei Flachdach-Konstruktionen mit langen Sparren reduziert die Rückwand seitliches Schwanken bei Sturm. In Kombination mit einer soliden Befestigung im Fundament entsteht eine Konstruktion, die auch höheren Windlasten standhält.

Bei Bedarf kann in die Rückwand ein Fenster oder eine Serviceklappe eingelassen werden, um Tageslicht und Belüftung zu gewährleisten. Geräteräume nutzen die Rückwand häufig als gemeinsame Trennwand zum angrenzenden Abstellraum.