Fenster bringen Tageslicht ins Gartenhaus und sorgen für eine gute Belüftung. Gerade wenn du dein Gartenhaus als Werkstatt, Hobbyraum oder Rückzugsort nutzt, machen Gartenhausfenster den Innenraum deutlich angenehmer. Die richtige Fensterwahl hängt von der Wandstärke, dem Einsatzzweck und dem gewünschten Lichteinfall ab.
Dreh-/Kippfenster mit Echtglas: Die Premium-Lösung für Gartenhäuser mit 38 bis 40 mm Wandstärke. Echtglas bietet bessere Wärmedämmung und Klarheit als Kunstglas. Die Dreh-Kipp-Funktion ermöglicht sowohl Stoßlüften als auch Dauerlüften in Kippstellung.
Feststehende Fenster mit Kunstglas: Günstige Option für Gartenhäuser mit dünneren Wandstärken (19–28 mm). Kunstglas (Plexiglas) ist bruchsicherer als Echtglas und damit ideal für Gartenhäuser in Familiengärten.
Zusatzfenster für Nachrüstung: Wenn dein Gartenhaus ab Werk wenig Licht hat, kannst du nachträglich Fenster in die Seitenwände einsetzen. Dafür wird ein Wandausschnitt gesägt und das Fenster mit einem Rahmen eingesetzt.
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Wandstärke |
Empfohlener Fenstertyp |
Verglasung |
Belüftung |
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19 mm |
Feststehendes Fenster |
Kunstglas / Plexiglas |
Nicht möglich (festeingebaut) |
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28 mm |
Kippfenster oder Feststehend |
Kunstglas |
Kippstellung möglich |
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38 mm |
Dreh-Kipp-Fenster |
Echtglas Einfachverglasung |
Drehen + Kippen |
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40–45 mm |
Dreh-Kipp-Fenster Premium |
Echtglas, ggf. Doppelverglasung |
Drehen + Kippen, bessere Dämmung |
Gartenhausfenster sind auf die Wandstärke des jeweiligen Modells abgestimmt. Wähle die Variante passend zu deiner Profilstärke (19, 28, 38 oder 40 mm). Dichte den Fensterrahmen mit einem geeigneten Kompriband oder Silikon ab, um Zugluft und Feuchtigkeit fernzuhalten.
Für die Nachrüstung eines Fensters in ein bestehendes Gartenhaus benötigt man eine Stichsäge und ein passendes Fenster-Nachrüstset. Wichtig ist, den Ausschnitt genau nach den Maßvorgaben des Fensters zu sägen und den Rahmen staub- und wasserdicht einzubauen. Eine zusätzliche Regenrinne über dem Fenster (Gartenhaus-Zubehör) verlängert die Lebensdauer deutlich. Passende Unterböden für den Innenraum findest du in unserer Kategorie Gartenhaus-Böden.
Als Faustregel gilt: Die Fensterfläche sollte mindestens 10 % der Grundfläche betragen. Bei einem 3 x 4 m Gartenhaus (12 m²) also ca. 1,2 m² Glasfläche. Für ein Homeoffice oder Atelier empfiehlt sich ein höherer Anteil von 15–20 %.
Ja, sofern das Gartenhaus aus Holz besteht (Blockbohlen, Rahmen-Boden-Konstruktion). Der Einbau erfordert das Ausägen eines Wandausschnitts in der richtigen Größe und die wasserdichte Fixierung des Fensterrahmens mit Silikon oder Kompriband.
Kunstglas (Plexiglas / Acrylglas) ist leichter und bruchsicherer, hat aber eine geringere Wärmedämmung und verkratzt schneller. Echtglas bietet bessere Klarheit, höhere Dämmwirkung und ist kratzfest – eignet sich für Gartenhäuser ab 38 mm Wandstärke.
Fensterrahmen aus Kunststoff (PVC) sind wartungsarm und verwitterungsbeständig. Holzrahmen passen optisch ideal zu Holz-Gartenhäusern, benötigen aber regelmäßigen Anstrich. Aluminium-Rahmen sind langlebig, aber teurer.
Den Spalt zwischen Fensterrahmen und Wandausschnitt mit Kompriband (komprimiertes Dichtband, quellt nach Einbau auf) oder transparentem Silikon abdichten. Kompriband ist einfacher zu verarbeiten; Silikon haltbarer für dauerhaft genutzte Gartenhäuser.