WPC-Zaun reinigen: alles, was du wissen musst

Lea Beschorner

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Schmutz auf deinem WPC-Zaun

Wie andere Zäune auch, müssen WPC-Zäune vielen Umweltbedingungen standhalten. Dazu gehören zum Beispiel Insekten, UV-Strahlung, Algen oder starker Regen. Die Pflege ist im Gegensatz zu Holzzäunen etwas unkomplizierter, da WPC mit seiner Kombination aus Holz und Kunststoff besonders widerstandsfähig ist. Da das Regenwasser auf dem Zaun ziemlich schnell kondensiert, kann es trotzdem passieren, dass Wasserflecken entstehen.

Im WPC können die Anteile von Holz und Kunststoff variieren. Holz ist ein natürliches Material, was allerdings die Wahrscheinlichkeit für einen Pilzbefall erhöht. Wie robust die Zäune letztendlich sind, hängt von der Zusammensetzung der Materialien ab. Eine zusätzliche Schicht Kunststoff sorgt für optimalen Schutz deines WPC-Zauns, aber ob dir der Zaun optisch noch zusagt, ist Geschmackssache.

Neben der Machart des Zauns solltest du auch die Umweltbedingungen beachten. Zäune benötigen intensivere Pflege, wenn sie starken Witterungen ausgesetzt sind. Wenn Bäume in der Nähe stehen, kann eventuell Schmutz durch Insekten oder Vögel entstehen, die Flecken oder Kot auf dem Zaun hinterlassen.

Reinigung: so unkompliziert geht’s!

Normalerweise ist eine Reinigung des Zauns zweimal im Jahr ausreichend: zu Beginn und zum Ende der Gartensaison.

Für die Reinigung benötigst du nicht viele Utensilien, lediglich

  • eine Bürste mit weichen Borsten
  • Wasser mit milder Seife oder Spülmittel
  • einen Lappen/ein Tuch.

Tipp: Mit feinem Schleifpapier kannst du vor der Reinigung Kratzer vom Zaun entfernen.

Für stärkere Verschmutzungen, die sich nicht mit Wasser und Seife entfernen lassen, gibt es spezielle WPC-Reiniger. Auf diese Reiniger solltest du unbedingt zurückgreifen, denn auch wenn es spezielle Reiniger für Holz oder Kunststoff gibt, bedeutet das nicht, dass sich diese auch für das Verbundmaterial einsetzen lassen. Reiniger mit zu aggressivem Lösungsmittel können beispielsweise die Oberfläche deines Zaunes angreifen.

Hochdruckreiniger für den WPC-Zaun?

Eine Reinigung mit zu hohem Druck kann für die Oberfläche deines Zaunes schädlich sein. Reinigst du deinen Zaun mit einem Hochdruckreiniger, solltest du einen Mindestabstand von 30 cm zum Zaun einhalten. Viele Hersteller raten zu einem maximalen Druck von 80 bar.

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Reinigung in 4 Schritten

Für die Grundreinigung deines WPC-Zauns kannst du folgende vier Schritte in Betracht ziehen:

  1. Kratzer entfernen

Suche die Oberfläche deines Zaunes nach Kratzern ab, bevor du mit der Reinigung beginnst. Kleinere Kratzer lassen sich mit feinem Schleifpapier beseitigen. Sicherheitshalber kannst du dies vorher an einer weniger sichtbaren Stelle ausprobieren. Es kann sein, dass sich die geschliffenen Bereiche des Zauns farblich etwas verändern. Mit der Zeit gleichen sie sich dem WPC allerdings wieder an.

  1. Groben Schmutz entfernen

Mithilfe einer Wurzelbürste kannst du groben Schmutz von deinem Zaun entfernen. Dabei ist es wichtig, dass die Borsten nicht zu hart sind. Beispielsweise könnte eine Stahlbürste die Oberfläche deines Zauns stark zerkratzen. Sollte dein WPC-Zaun nicht stark verschmutzt sein, kannst du diesen Schritt selbstverständlich auch auslassen.

  1. Nassreinigung

Reinige die Zaunprofile gründlich mit Wasser und Spülmittel, alternativ auch mit WPC-Reiniger. Nutze dafür einen Schwamm oder ein weiches Tuch. Beim Gebrauch bestimmter Produkte werden Schutzhandschuhe empfohlen. Achte zusätzlich auch auf die Dosieranweisungen von Reinigungsmitteln.

  1. Zaun abwaschen

Nach der Reinigung solltest du deinen Zaun gründlich mit Wasser abspülen, um Rückstände zu entfernen. Diese lassen sich ganz unproblematisch mit einem Gartenschlauch lösen. Anschließend lässt du den Zaun in der Sonne trocknen.

WPC-Zaun von Grünspan entfernen

Mit Grünspan sind Algen, Moos oder Flechten gemeint, die sich an Zaunoberflächen aus Holz oder WPC festsetzen. Häufig verursachen sie eine gelblich-grüne Färbung des Zauns. Obwohl WPC deutlich unempfindlicher gegenüber Grünspan ist als die meisten Holzarten, können auch WPC-Zäune befallen werden, wenn sie größtenteils im Schatten stehen.

Grünspan greift nicht direkt das Material an, sondern stellt eher optisch einen großen Makel dar. Er lässt sich beinahe genauso einfach entfernen wie andere Verschmutzungen am Zaun. Normalerweise reicht die Mischung aus Wasser und Spülmittel zur Reinigung völlig aus. Allerdings solltest du diese Mischung bei Grünspan ca. 1 Stunde einwirken lassen. Nach der Einwirkzeit entfernst du den Belag mit einer weichen Bürste und wäscht den Zaun mit Wasser ab. Falls das Spülmittel nicht ausreicht, ersetze es durch Soda.

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Pflege: Was gehört dazu?

In der Regel reicht die oben beschriebene Reinigung aus, damit dein WPC-Zaun mehrere Jahre erhalten bleibt. Allerdings könnten zusätzliche Arbeiten notwendig sein, zum Beispiel die Imprägnierung der Zaunprofile.

In vielen Fällen ist das gar nicht nötig, weil WPC an sich ein wasserabweisendes Material ist oder es bereits imprägniert wurde. Eine zusätzliche Imprägnierung ist durchaus sinnvoll, wenn dein Zaun häufig starkem Regen ausgesetzt ist.

Zum Imprägnieren kannst du spezielle Imprägniermittel oder WPC-Öl im Handel erwerben. Bei den Ölen gibt es Unterschiede in ihren Funktionen, weshalb du genau darauf achten solltest, wofür es angeboten wird. Pflegeöle, die das Ausbleichen von WPC-Profilen reduzieren, sind nicht dafür geeignet, das Material zu imprägnieren.

Die Anwendung von Farbauffrischern kann sinnvoll sein. Oft gehen Farbstoffe im WPC verloren, wodurch der Zaun einen Graustrich bekommt. Ein WPC-Auffrischer entfernt diesen Graustrich und verleiht dem Zaun seine ursprüngliche Farbe.

Ersetzen statt reinigen?

Selbst das robuste Material WPC kann größere Schäden davontragen, je älter der Zaun wird. Sollten Pflege und Reinigung irgendwann nicht mehr ausreichen, kannst du die alten Zaunprofile einfach durch neue ersetzen. So bleibt der Zaun optisch ansprechend und verliert nicht seine Funktion als Sichtschutz.

Fazit: Die Pflege von WPC ist ein Muss!

WPC-Zäune haben die Vorteile, dass sie robust, wasserabweisend und sehr pflegeleicht sind. Der Pflegeaufwand ist im Vergleich zu anderen Materialien daher gering. Nutze gern die Anleitung in diesem Artikel, um deinen Zaun schön und intakt zu halten. Bei guter Pflege hält ein WPC-Zaun durchaus 25 Jahre oder länger!

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur WPC-Zaun-Reinigung

Wie oft sollte ich meinen WPC-Zaun reinigen?

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In der Regel reicht es, deinen WPC-Zaun zweimal im Jahr zu reinigen – am besten zu Beginn und am Ende der Gartensaison. Wenn dein Zaun jedoch starken Witterungen ausgesetzt ist oder Bäume in der Nähe stehen, kann eine häufigere Pflege des WPC-Zauns sinnvoll sein.

Was benötige ich, um meinen WPC-Zaun zu reinigen?

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Für die WPC-Zaun-Reinigung brauchst du keine aufwendigen Hilfsmittel: Eine Bürste mit weichen Borsten, Wasser mit milder Seife oder Spülmittel sowie ein Tuch reichen in den meisten Fällen vollkommen aus. Bei hartnäckigen Oberflächenverunreinigungen kann zusätzlich feines Schleifpapier helfen.

Wie entferne ich Grünbelag und Grünspan von meinem WPC-Zaun?

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Grünbelag und Grünspan auf WPC lassen sich gut mit einer Mischung aus Wasser und mildem Reinigungsmittel sowie einer weichen Bürste entfernen. Schrubbare in kreisenden Bewegungen über die betroffenen Stellen und spüle anschließend gründlich mit klarem Wasser nach. Für besonders hartnäckigen Grünspan auf WPC gibt es auch spezielle Reiniger im Handel, die du gezielt einsetzen kannst.

Darf ich meinen WPC-Zaun mit einem Hochdruckreiniger reinigen?

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Einen WPC-Zaun mit dem Hochdruckreiniger zu reinigen ist grundsätzlich möglich, sollte aber mit Vorsicht erfolgen. Verwende einen niedrigen Wasserdruck und halte ausreichend Abstand, um die Oberfläche nicht zu beschädigen oder Wasser in die Struktur zu treiben. Schonender und für die meisten Verschmutzungen ausreichend ist die Reinigung mit Bürste und Seifenwasser.

Wie entferne ich Flecken von meinem WPC-Zaun?

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WPC-Flecken – etwa durch Vogelkot, Insekten oder Wasserflecken – lassen sich am besten frisch mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel entfernen. Eingetrocknete Flecken weichst du zunächst mit warmem Wasser ein, bevor du sie mit einer weichen Bürste abschrubst. Vermeide aggressive Reinigungsmittel oder Scheuermittel, da diese die WPC-Oberfläche dauerhaft beschädigen können.

Kann WPC-Zaun trotz Kunststoffanteil von Pilzen oder Algen befallen werden?

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Ja, das ist möglich – denn WPC enthält neben Kunststoff auch natürliche Holzanteile, die einen Pilz- oder Algenbefall begünstigen können. Je höher der Holzanteil im WPC-Material, desto anfälliger ist der Zaun für solche Beläge. Eine zusätzliche Kunststoffbeschichtung kann den Schutz deutlich verbessern und die Reinigungsintervalle verlängern.

Was ist der Unterschied bei der Pflege zwischen einem WPC-Zaun und einem Holzzaun?

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Die Pflege eines WPC-Zauns ist deutlich unkomplizierter als die eines klassischen Holzzauns, da WPC durch seine Kombination aus Holz und Kunststoff widerstandsfähiger gegen Witterung ist. Während du einen Holzzaun regelmäßig streichen oder lasieren musst, reicht beim WPC-Zaun meist eine gründliche Reinigung mit Wasser und mildem Reinigungsmittel. Auf ein regelmäßiges Ölen oder Imprägnieren kannst du beim WPC-Zaun in der Regel verzichten.

Wie schütze ich meinen WPC-Zaun langfristig vor starker Verschmutzung?

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Der beste Schutz für deinen WPC-Zaun ist eine regelmäßige, schonende Reinigung, damit sich Schmutz, Algen und Grünbelag gar nicht erst festsetzen. Achte beim Kauf auf eine hochwertige Kunststoffbeschichtung, da diese die Oberfläche versiegelt und Verschmutzungen leichter abperlen lässt. Auch die Standortwahl spielt eine Rolle: Zäune in der Nähe von Bäumen oder in stark beschatteten Bereichen verschmutzen schneller und benötigen intensivere Pflege.

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