Korkpaneele verbinden dekorative Wandgestaltung mit natürlicher Schalldämmung und Wärmeisolierung. Das Material wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen – nachhaltig, da der Baum dabei nicht gefällt wird und die Rinde alle neun Jahre nachwächst.
• Schalldämmung: reduziert Nachhall um bis zu 50 % (Absorptionsgrad 0,4–0,7)
• Wärmeisolierung: Wärmeleitfähigkeit 0,040 W/mK – vergleichbar mit Polystyrol
• Nachhaltigkeit: nachwachsender Rohstoff, CO₂-neutral, recycelbar
• Antistatisch: zieht keinen Staub an – ideal für Allergiker
• Feuchtigkeitsregulierend: nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie ab
Die zellige Struktur von Kork enthält Millionen Luftkammern pro Kubikzentimeter. Diese Kammern dämmen Schall und Wärme gleichermaßen. In Büros, Home-Offices und Schlafzimmern verbessern Korkpaneele die Raumakustik spürbar, indem sie störenden Nachhall reduzieren. Holzpaneele aus Fichte oder Eiche schaffen eine ähnlich natürliche Atmosphäre und regulieren zusätzlich die Luftfeuchtigkeit.
Korkpaneele werden mit Kontaktkleber oder speziellem Kork-Klebstoff direkt auf die Wand geklebt. Die Wand muss trocken, eben und tragfähig sein. Auf unebenen Untergründen vorher mit Ausgleichsmasse spachteln. Beide Flächen (Wand und Paneel-Rückseite) mit Kleber bestreichen, 10 bis 15 Minuten ablüften lassen und das Paneel fest andrücken.
Korkplatten gibt es in Stärken von 2 bis 10 Millimetern. Dünnere Platten (2–4 Millimeter) eignen sich als dekorative Wandverkleidung, dickere Platten (6–10 Millimeter) dienen zusätzlich als Pinnwand oder technische Dämmschicht. In Feuchträumen empfehlen sich Wandverkleidungen fürs Bad aus wasserdichtem Vinyl oder Schichtstoff, da Kork bei dauerhafter Nässe aufquellen kann.
Tipp: Korkpaneele lassen sich mit handelsüblicher Wandfarbe überstreichen. So passt sich die Wandverkleidung jeder Raumgestaltung an, ohne die dämmenden Eigenschaften zu verlieren.
Korkpaneele mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch abstauben. Für hartnäckige Flecken einen milden, pH-neutralen Reiniger verwenden. Keine scharfen Chemikalien oder Scheuermittel einsetzen, da sie die Korkoberfläche beschädigen. Eine dünne Schicht Korkwachs oder – öl, alle ein bis zwei Jahre aufgetragen, schützt vor Verschmutzung und vertieft den natürlichen Farbton.
Eck- und Abschlussprofile sind Zubehör für Paneele und sorgen für saubere Kanten an Übergängen zwischen Kork und angrenzenden Materialien.