Außenecken verbinden zwei Sockelleisten an einer nach außen zeigenden 90-Grad-Ecke. Typische Einsatzorte sind Mauervorsprünge, Kamine, Pfeiler und Raumteiler. Das Formteil deckt beide Schnittkanten sauber ab, sodass kein Gehrungsschnitt erforderlich ist.
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Raumsituation |
Anzahl Außenecken |
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Rechteckiger Raum ohne Vorsprünge |
0 |
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Raum mit einem Kaminvorsprung |
2 (links und rechts) |
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L-förmiger Raum |
1–2 |
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Offene Küche mit Halbinsel |
2–4 |
Jeder Raum mit einem Mauervorsprung, einer Säule oder einem Kaminversprung benötigt mindestens eine Außenecke. In L-förmigen Räumen oder offenen Wohnbereichen mit Küchenhalbinsel treten Außenecken häufiger auf als in rechteckigen Zimmern. Vor dem Einkauf einen Grundriss skizzieren und alle außen liegenden Ecken markieren.
Innenecken sind das Gegenstück für nach innen zeigende 90-Grad-Winkel und werden in der Regel deutlich häufiger benötigt als Außenecken.
Außenecken sind profilgebunden. Sie müssen exakt zur Höhe, Tiefe und Kontur der eingesetzten Sockelleiste passen. Ein Millimeter Abweichung genügt, damit das Formteil nicht bündig sitzt. Deshalb immer Ecken und Leisten aus derselben Produktlinie wählen und bei der Bestellung Produktnummer und Farbton abgleichen.
Die Montage funktioniert wie bei Abschlusskappen: Formteil aufstecken, bis es hörbar einrastet. Ein kleiner Tropfen Montagekleber auf der Innenseite verhindert ein späteres Lösen durch Erschütterungen.
Tipp: Bei Mauervorsprüngen, die leicht von 90 Grad abweichen, vor der Bestellung den Winkel mit einer Schmiege messen. Standard-Außenecken sind exakt auf 90 Grad ausgelegt und klaffen bei abweichenden Winkeln sichtbar auseinander.
Ja – furnierte und dekorierte Sockelleisten verwenden dasselbe Stecksystem. Entscheidend ist die Profilgeometrie, nicht das Oberflächenmaterial. Auch Sockelleisten in Echtholzoptik mit Furnier lassen sich mit den passenden Formteilen sauber um Vorsprünge führen. Das Furnier selbst wird nicht beschnitten, da das Eckstück die Schnittkante vollständig verdeckt.