Ein Einzelcarport aus Holz schützt dein Auto vor Regen, Schnee und UV-Strahlung, ohne den Aufwand und die Kosten einer vollständigen Garage. Die meisten Modelle lassen sich ohne schwere Maschinen in einem Wochenende aufbauen und passen sich dank Holzoptik harmonisch in Garten und Hausumgebung ein.
Ein Einzelcarport bietet überdachten Stellplatz für genau ein Fahrzeug. Er besteht aus einem Dachtragwerk auf vier oder mehr Stützen, das in der Regel von einer oder zwei Seiten offen ist. Die Breite liegt je nach Modell zwischen 2,80 und 3,60 Metern, die Tiefe zwischen 4,80 und 6,00 Metern. Diese Abmessungen sind auf Standardfahrzeuge bis zur Größe eines Kombis oder kleinen SUVs ausgelegt. Für größere Fahrzeuge wie Wohnmobile oder hohe SUVs empfehlen sich breitere Modelle oder Modelle mit erhöhter Einfahrtshöhe. Die größere Variante sind dann die Doppelcarports.
Die Dachform bestimmt das Erscheinungsbild und die Ableitung von Regen und Schnee:
• Flachdach / Pultdach: einfachste Konstruktion, geringe Bauhöhe, Wasserablauf zu einer Seite. Günstigste Option.
• Satteldach: symmetrisches Giebeldach, klassisch und harmonisch zum Wohnhaus passend, braucht etwas mehr Platz in der Höhe
• Walmdach: alle vier Seiten haben eine Schräge, stabil und windresistenter, aufwendigere Konstruktion
• Bogendach: geschwungenes Dach, moderner Look, oft aus Kunststoffelementen auf Holzrahmen
Das hängt von deinem Bundesland, deiner Gemeinde und der Größe des Carports ab. In Österreich sind Carports bis zu einer bestimmten Grundfläche (oft 20 bis 40 Quadratmeter) in der Regel genehmigungsfrei, wenn sie im Innenbereich gebaut werden und keine Nutzungseinschränkungen durch den Bebauungsplan bestehen. Dennoch empfehlen wir, vor dem Kauf das örtliche Bauamt zu kontaktieren und die genauen Regelungen zu erfragen.
Tipp: Informiere dich vor dem Kauf, ob dein Versicherungsschutz auch Fahrzeuge unter einem offenen Carport abdeckt. Viele Kfz-Kasko-Versicherungen machen hier Unterschiede gegenüber Fahrzeugen in geschlossenen Garagen.
Das Fundament ist der wichtigste Faktor für die Langlebigkeit eines Carports. Die Pfosten dürfen nicht direkt in die Erde einbetoniert werden, da das Holz im dauerhaften Erdkontakt fault. Verwende stattdessen verzinkte Pfostenträger, die in ein Betonfundament eingelassen werden. Die Fundamentplatte sollte je nach Bodenbeschaffenheit 60 bis 80 Zentimeter tief sein. Eine Bodenplatte aus Beton oder Betonpflaster erleichtert das Befahren und verhindert, dass Unkraut unter dem Carport wächst.
Gut geplant und mit dem richtigen Fundament ausgeführt, hält ein Holzcarport aus kesseldruckimprägniertem Fichtenholz oder Lärche 20 bis 40 Jahre und mehr. Voraussetzung ist, dass die Pfosten nicht im direkten Erdkontakt stehen und das Holz bei Bedarf alle 5 bis 10 Jahre mit einem Holzschutzöl oder einer Lasur nachbehandelt wird. Das Dach aus Holzschindeln, Bitumenbahnen oder Profilblech sollte alle 15 bis 20 Jahre auf Dichtigkeit geprüft werden.