Saunakabel verbinden den Saunaofen mit der Steuerung und dem Stromanschluss. Sie müssen hitzebeständig, silikonummantelt und für die jeweilige Anschlussleistung ausgelegt sein. Bei der Elektroinstallation einer Sauna gelten besondere Sicherheitsvorschriften.
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Kabeltyp |
Einsatz |
Temperaturbeständigkeit |
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Silikonkabel (SIHF) |
Ofenanschluss in der Kabine |
bis 180 °C |
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Sensorleitung |
Temperaturfühler zur Steuerung |
bis 180 °C |
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NYM-Zuleitung |
vom Sicherungskasten zur Sauna |
Raumtemperatur |
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Steuerkabel |
Steuergerät zum Ofen |
bis 180 °C |
Innerhalb der Saunakabine dürfen ausschließlich hitzebeständige Silikonkabel (SIHF) verwendet werden. Standard-NYM-Kabel mit PVC-Ummantelung schmelzen bei Saunatemperaturen ab 80 °C und stellen ein ernstes Brandrisiko dar. SIHF-Kabel sind mit einer Silikonummantelung versehen, die Temperaturen bis 180 °C standhält – selbst in der heißesten Zone direkt am Ofen.
Der Kabelquerschnitt richtet sich nach der Ofenleistung: Für Öfen bis 4,5 kW (230 Volt) genügt ein 3 × 2,5 mm² Kabel, für Öfen ab 6 kW (400 Volt) wird ein 5 × 2,5 mm² Kabel benötigt. Bei längeren Kabellängen über 10 Meter kann ein größerer Querschnitt erforderlich sein, um Spannungsabfälle zu vermeiden.
Der Saunaofen benötigt in der Regel einen eigenen Stromkreis mit Fehlerstromschutzschalter (FI-Schutzschalter, 30 mA Auslösestrom). Dieser FI-Schalter ist laut VDE-Vorschrift Pflicht und schützt vor lebensgefährlichen Stromunfällen. Der Leitungsschutzschalter (Sicherungsautomat) muss zur Ofenleistung passen: 16 Ampere für 230 Volt, 16 oder 20 Ampere für 400 Volt.
Ab 4,5 kW benötigt ein Saunaofen einen 400-Volt-Starkstromanschluss, der von einem zugelassenen Elektriker installiert werden muss. Bei Kabinen unter 5 Kubikmetern reichen 3 bis 3,6 kW an 230 Volt.
Moderne Steuergeräte werden außerhalb der Kabine montiert und über ein hitzebeständiges Steuerkabel mit dem Ofen verbunden. Der Temperaturfühler sitzt in der Kabine an der Decke über dem Ofen und meldet die aktuelle Temperatur an die Steuerung.
Tipp: Lass die komplette Elektroinstallation der Sauna von einem Elektriker abnehmen. Das ist nicht nur sicherer, sondern häufig auch Voraussetzung für den Versicherungsschutz bei Brand- oder Wasserschäden.
Das Kabel wird vom Sicherungskasten zum Steuergerät als NYM-Leitung verlegt. Vom Steuergerät in die Kabine wechselst du auf SIHF-Silikonkabel. Die Durchführung durch die Kabinenwand erfolgt über eine hitzebeständige Kabeldurchführung aus Silikon. Innerhalb der Kabine wird das Kabel an der Wand entlanggeführt und darf nicht frei hängen – es muss mit hitzebeständigen Kabelschellen befestigt werden.
Das passende Sauna-Zubehör von Aufgusssteinen über Ofenschutzgitter bis zu Ersatzheizelementen ergänzt die Elektroinstallation rund um den Ofen.