Zubehör für Saunaöfen – Aufgusssteine, Schornstein & Schutzgitter

Vom Aufgussstein über den Schornsteinanschluss bis zum Ofenschutzgitter: Das richtige Zubehör sorgt dafür, dass der Saunaofen sicher, effizient und langlebig betrieben wird. Regelmäßig ausgetauschte Saunasteine und ein passender Schornstein sind dabei die wichtigsten Posten.

Welches Zubehör gehört zum Saunaofen?

Zubehör

Funktion

Austausch-Intervall

Aufgusssteine (15–25 kg)

Wärme speichern und beim Aufguss Dampf erzeugen

alle 1–2 Jahre

Ofenschutzgitter

Schutz vor Verbrennungen am heißen Ofen

bei Bedarf

Schornstein (Holzofen)

Rauchgasabführung nach DIN EN 15821

jährlich prüfen

Heizelemente (Ersatz)

Ersatz-Heizstäbe für Elektro-Öfen

nach Verschleiß (5–10 Jahre)

Bodenplatte

Hitzeschutz unter dem Ofen (feuerfest)

dauerhaft

Ein Ofenschutzgitter aus Holz wird zwischen Sitzbank und Ofen montiert und verhindert den direkten Kontakt mit dem bis zu 400 °C heißen Ofenmantel. Die Gitterhöhe liegt bei 60 bis 80 Zentimetern, der Mindestabstand zum Ofen beträgt 5 Zentimeter. In Familien mit Kindern ist ein Schutzgitter unverzichtbar. Ergonomische Kopfstützen, Rückenlehnen und Saunaliegen gehören zu jeder Saunaausstattung und verwandeln die Kabine in einen Ort der Entspannung.

Wann müssen Saunasteine getauscht werden?

Saunasteine werden durch die wiederholten Temperaturwechsel von Raumtemperatur auf über 400 °C beim Aufguss mürbe und können zerfallen. Zerfallene Steine blockieren den Luftstrom durch den Ofen, verschlechtern die Heizleistung und können im schlimmsten Fall die Heizstäbe beschädigen. Tausche die Steine alle ein bis zwei Jahre komplett aus – bei intensiver Nutzung (mehr als dreimal pro Woche) bereits nach einem Jahr.

Geeignet sind Olivindiabas und Peridotit – sie haben eine hohe Wärmespeicherkapazität und eine gleichmäßige Struktur. Natursteine aus dem Garten sind nicht geeignet: Durch eingeschlossene Feuchtigkeit können sie beim Erhitzen platzen und Splitter in der Kabine verteilen. Elektro-, Bio- und Holz-Saunaöfen decken Leistungsstufen von 3 bis über 9 kW ab und bestimmen, wie viel Steinmasse der Ofen aufnehmen kann.

Tipp: Schichte die Saunasteine locker und mit Zwischenräumen in den Ofen. Die größeren Steine (8–15 cm) kommen nach unten, die kleineren (5–8 cm) nach oben. Zu dicht gepackte Steine behindern die Luftzirkulation und die Heizstäbe überhitzen.

Was muss bei einem Holzofen-Schornstein beachtet werden?

Holzbefeuerte Saunaöfen benötigen einen Schornstein nach DIN EN 15821 für die Rauchgasabführung. Der Schornstein muss aus doppelwandigem Edelstahl bestehen und eine Isolierung von mindestens 25 Millimetern haben. Die Mündung muss den First des Saunahauses um mindestens 40 Zentimeter überragen – so wird ein ausreichender Zug gewährleistet und Funkenflug minimiert.

Vor der Inbetriebnahme ist eine Abnahme durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger vorgeschrieben. Ohne diese Abnahme erlischt der Versicherungsschutz. Die jährliche Reinigung des Schornsteins ist ebenfalls Pflicht und kann vom Schornsteinfeger oder in Eigenregie mit einer speziellen Kehrbürste durchgeführt werden.

Moderne Steuergeräte regeln Temperatur und Betriebszeit bei Elektroöfen automatisch – von der Basissteuerung mit Drehregler bis zur App-Bedienung per Smartphone.