Saunen mit Glasfront setzen auf großflächige Glaselemente, die der Kabine ein modernes, offenes Erscheinungsbild verleihen. Das Glas besteht aus gehärtetem Sicherheitsglas (ESG) mit 8 Millimetern Stärke, das Temperaturen bis 200 °C standhält und den Blick vom Sauna-Inneren nach außen freigibt.
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Variante |
Beschreibung |
Einsatz |
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Glastür |
Einzelne Glastür, Rest Holzwand |
Standard bei vielen Saunen |
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Ganzglasfront |
komplette Frontseite aus Glas |
offenes Raumkonzept |
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Glasecke |
zwei Glasseiten im Eckbereich |
Ecksaunen, maximaler Lichteinfall |
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Milchglas |
satiniertes Glas für Sichtschutz |
Badezimmer, Wellnessbereiche |
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Bronzeglas |
getöntes ESG in Bernsteinton |
edles Ambiente, dezenter Sichtschutz |
Ganzglasfronten bestehen aus einem oder mehreren ESG-Elementen, die mit Silikondichtungen verbunden werden. Die Glasfläche kann bei Standardmodellen zwischen 0,8 und 2,5 Quadratmeter groß sein. Bei Ecksaunen mit Glasecke summieren sich zwei Glasseiten auf bis zu 4 Quadratmeter – diese Modelle wirken besonders offen und lichtdurchflutet.
Sicherheitsglas hat eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Holz und gibt mehr Wärme an den Außenraum ab. In der Praxis bedeutet das: Saunen mit großer Glasfront benötigen einen etwas stärkeren Ofen oder eine längere Aufheizzeit. Die Faustregel lautet: Jeder Quadratmeter Glasfläche wird beim Berechnen der Ofenleistung wie 1,5 Kubikmeter Kabinenvolumen gewertet. Der Unterschied liegt bei etwa 5–10 % gegenüber einer reinen Holzkabine.
Massivholzsaunen mit kleinem Fenster statt großer Glasfläche speichern die Wärme besser und erzeugen durch die dicken Blockbohlen ein besonders mildes, feuchtigkeitsregulierendes Klima.
Hitzebeständige Saunatüren aus ESG-Glas mit 8 Millimetern Stärke gibt es als Ganzglastür, Bronzeglas-Variante und mit klassischem Holzrahmen in den Standardmaßen 70 × 190 und 80 × 190 Zentimetern.
Tipp: Reinige die Glasfront nach jeder Saunanutzung mit einem feuchten Tuch ohne chemische Zusätze. So vermeidest du Kalkflecken durch Schwitzwasser und hältst das Glas dauerhaft klar.
Die Glasflächen sind pflegeleichter als Holzwände: Ein weiches Tuch und klares Wasser genügen. Bei hartnäckigen Kalkablagerungen hilft verdünnter Essig. Die Silikondichtungen zwischen Glas und Holzrahmen sollten halbjährlich auf Risse und Verhärtungen geprüft werden – defekte Dichtungen führen zu Wärmeverlust und Zugluft. Die Holzpartien der Kabine werden wie bei jeder Innensauna behandelt: nach der Nutzung lüften, Bänke abwischen und ein- bis zweimal jährlich mit Sauna-Holzöl pflegen.
Innensaunen sind in zahlreichen Varianten erhältlich – von der kompakten Eckkabine über die klassische Massivholzkabine bis zum modernen Glasfront-Modell.