CPL-Zargen bestehen aus einem Holzwerkstoff-Kern, der mit der gleichen Continuous-Pressure-Laminate-Schicht ummantelt ist wie das zugehörige Türblatt. Dadurch bilden Tür und Zarge eine optisch einheitliche Einheit – Dekor, Farbton und Oberflächenstruktur stimmen perfekt überein.
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Zargentyp |
Einbau |
Besonderheit |
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Umfassungszarge |
umschließt die Wand beidseitig |
Standard für Mauerwerk, sauberer Abschluss |
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Eckzarge |
umfasst nur eine Wandseite |
für Leichtbauwände und Trockenbauwände |
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Blockzarge |
Wandstärke-Rahmen ohne Bekleidung |
moderne Optik, flächenbündiger Einbau |
Die Umfassungszarge ist der gängigste Typ im Wohnungsbau. Sie besteht aus zwei Seitenteilen und einem Kopfstück, die die Wandöffnung an Laibung und Bekleidungsseite umschließen. Die Wandstärke – also die Mauerdicke inklusive Putz – muss beim Kauf exakt angegeben werden, damit die Zarge genau passt. Typische Wandstärken liegen zwischen 80 und 300 Millimetern.
Entscheidend ist die Übereinstimmung zwischen Zargen- und Türblattelement. CPL-Türen und CPL-Zargen desselben Herstellers sind dekorgleich – bei einer Kombination verschiedener Hersteller können minimale Farbabweichungen auftreten. Die Zarge muss außerdem zur Wandstärke und zum Türblattmaß passen: Standardbreiten sind 610, 735, 860 und 985 Millimeter lichte Durchgangsbreite.
Für den Feuchtraumeinsatz im Bad eignen sich CPL-Zargen mit zusätzlicher Kantenversiegelung. Stehende Nässe an der Unterkante ist dennoch zu vermeiden – ein Bodenabstand von 2 bis 3 Millimetern reicht aus, um Spritzwasser fernzuhalten.
Tipp: Vor dem Kauf die Wandstärke an drei Stellen messen (oben, Mitte, unten) – bei Altbauten variiert sie häufig um mehrere Millimeter.
Die Zarge wird in die Rohöffnung gestellt, mit Keilen lot- und fluchtrecht ausgerichtet und anschließend mit Montageschaum fixiert. Beim Ausschäumen die Zarge mit Spreizen gegen Verformung sichern, da der Schaum beim Aushärten Druck ausübt. Nach etwa 12 Stunden sind Schaum und Zarge belastbar, die Spreizen können entfernt und die Bänder justiert werden. Türzargen in Grau bieten eine moderne Alternative zum hellen Holzdekor und passen zu aktuellen Wohntrends mit Anthrazit- und Betontönen.
Türzargen in Weiß sind der Klassiker für helle, zeitlose Raumgestaltung und lassen sich mit nahezu jedem Einrichtungsstil kombinieren.