Türdichtungen – Zugluft stoppen und Schallschutz verbessern

Türdichtungen schließen die Fuge zwischen Türblatt und Zarge und verhindern, dass Zugluft, Gerüche und Schall unkontrolliert zwischen Räumen wechseln. Eine intakte Dichtung verbessert spürbar den Wohnkomfort und kann den Schallschutz einer Innentür um bis zu 5 Dezibel steigern.

Welche Dichtungsarten gibt es?

Dichtungsart

Material

Einsatzbereich

Schlauchdichtung

EPDM-Gummi

Standard für Innentüren, Nut-Einbau in der Zarge

Lippendichtung

TPE/Silikon

Haustüren, Bodendichtung, Anpressdruck-abhängig

Bürstendichtung

Nylon-Borsten

Bodentürdichtung, Schiebetüren, Staubschutz

Aufklebbare Schaumdichtung

PU-Schaum, Moosgummi

Nachrüstung, einfache Montage, begrenzte Lebensdauer

Die Schlauchdichtung aus EPDM ist der Standard bei hochwertigen Innentüren. Sie sitzt in einer umlaufenden Nut in der Zarge und wird beim Schließen der Tür komprimiert. EPDM ist dauerhaft elastisch, temperaturbeständig (-40 °C bis +120 °C) und verfärbt weder die Zarge noch das Türblatt.

Wann sollte eine Türdichtung ausgetauscht werden?

Wenn Zugluft spürbar ist, die Tür beim Schließen nicht mehr hörbar einrastet oder die Dichtung sichtbar plattgedrückt ist, steht ein Austausch an. Die Lebensdauer hängt von der Nutzungshäufigkeit ab: In Mehrfamilienhäusern halten Wohnungseingangstürdichtungen etwa 5 bis 8 Jahre, Dichtungen von Zimmertüren 10 bis 15 Jahre. Beim Austausch die alte Dichtung komplett aus der Nut ziehen und die Nut mit einem feuchten Tuch reinigen, bevor die neue Dichtung eingedrückt wird. Bänder für Wohnungseingangstüren sollten gleichzeitig geprüft werden, da schiefe Bänder den Anpressdruck ungleichmäßig verteilen und die Dichtung einseitig belasten.

Tipp: Beim Kauf die Nut-Breite und -Tiefe der Zarge messen (häufig 4 × 6 oder 3 × 7 Millimeter) – die Dichtung muss exakt in die vorhandene Nut passen.

Verbessern Türdichtungen den Schallschutz?

Ja, erheblich. Selbst die beste Schallschutztür verliert ihre Wirkung, wenn die Dichtung nicht umlaufend anliegt. Eine defekte oder fehlende Dichtung kann den Schallschutzwert der gesamten Türkonstruktion um 10 bis 15 Dezibel verschlechtern. Für optimalen Schallschutz ist neben der Zargendichtung auch eine Türschwellendichtung am Boden sinnvoll, da der Spalt zwischen Türblatt und Bodenbelag häufig die größte Schallöffnung darstellt.