Douglasie – der beliebte Allrounder mit rötlichem Charme und guter Haltbarkeit

Terrassendielen aus den größten Bäumen der Welt

Die schnellwüchsige Douglasie zählt zu den wichtigsten nicht heimischen Forstbäumen Deutschlands. Bereits im 19. Jahrhundert gelangte sie von den Vereinigten Staaten nach Europa. Inzwischen stellt sie ganze zwei Prozent des deutschen Waldbestandes.
Als Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung kommt Douglasie sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zum Einsatz. So werden aus ihr nicht nur Fenster- und Türrahmen, Parkett, Wandvertäfelungen und Möbel gefertigt, sondern auch im Haus- und Schiffsbau findet sie ihre Verwendung. Gelegentliche Nässe macht diesem widerstandsfähigen Holz nicht viel aus und so eignet es sich nicht nur im besonderen Maße für Dachkonstruktionen und Segelmasten, sondern auch als Terrassenbelag.

 

 

Herkunft


Die Douglasie zählt zur Familie der Kieferngewächse, die auf der gesamten Nordhalbkugel von Asien über Europa bis Nordamerika beheimatet sind. Ursprünglich stammt die Douglasie aber aus Nordamerika, wo sich ihr Verbreitungsgebiet über die gesamte Westküste der Vereinigten Staaten von Britisch Kolumbien über Kalifornien bis nach Mexiko erstreckt.

Die Douglasie erreicht eine durchschnittliche Wuchshöhe von 60 Metern. Besonders alte Exemplare können aber auch bis zu 120 Meter hoch werden. Auch der größte Baum Deutschlands ist eine Douglasie: Die 90 Jahre alte „Waldtraut vom Mühlwald“ wurde 2008 mit ihren 65 Metern zum höchsten Baum Deutschlands gekürt.

 

Eigenschaften


Das gelblich-graue Splintholz der Douglasie setzt sich deutlich vom gelblich-braunen bis rot-braunen Kernholz ab. Die jährlichen Zuwachszonen sind in Form von Jahresringen deutlich zu erkennen, sodass sich eine ausdrucksstarke Maserung in Form von Streifen auf der radialen und Fladern auf der tangialen Ebene ergibt.

Langsam gewachsene Exemplare unterscheiden sich in ihrer Maserung und Struktur deutlich von schnell wachsenden: So weisen ältere Bäume besonders schmale Spätholzzonen auf, wodurch das Holz eher gelblich und die Maserung schwach ausgeprägt ist. Schnellwachsende junge Bäume zeigen eine ausgeprägte Maserung mit breiten Spätholzzonen und einer rötlichen Farbgebung.

Das feinastige bis astfreie Douglasieholz lässt sich als mittelhartes Holz gut bearbeiten. Da es aber zum Reißen und Splittern neigt, empfiehlt sich das Vorbohren von Schraublöchern. Für die Behandlung mit Lasuren, Lacken oder Ölen ist die Douglasie bestens geeignet. Soll dabei die schöne Maserung des Holzes erhalten bleiben, empfiehlt sich die Verwendung von nicht-pigmentierten Mitteln.

Die Douglasie weist ein mäßiges Schwind- und Quellverhalten auf und neigt im Vergleich zu anderen Nadelhölzern wie Lärche oder kesseldruchimprägniertes Kiefernholz weitaus weniger zum Verzug. Ohne direkten Erd- und Wasserkontakt ist ihre Haltbarkeit im Außenbereich gut. Das Holz der Douglasie entspricht damit der Dauerhaftigkeitsklasse III–IV.

Besonderheiten


Wie bei allen Nadelhölzern kann es bei der Douglasie in den ersten Monaten zu Harzaustritten kommen. Dabei setzt sich das Harz an der Holzoberfläche tropfenförmig ab. Vermehrt tritt es an Astlöchern aus. Mit Aceton lässt sich das Harz problemlos wieder entfernen. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass es sich um ein Lösungsmittel handelt, das auch den Holzschutz angreift.

Die Erneuerung des Holzschutzes nach der Harzentfernung ist somit unabdingbar. Eine weitere Besonderheit der Douglasie besteht in ihren Gerbstoffen, die mit Eisen reagieren können. Dabei verfärbt sich das Holz bläulich-grau. Die Verfärbungen beeinträchtigen zwar nur die optischen und nicht die technischen Eigenschaften des Holzes, können aber von vornherein durch die Verwendungen von Edelstahlschrauben vermieden werden.

 

Pflege


Bei Holz handelt es sich um einen organischen Werkstoff, der im Außenbereich Witterungseinflüssen ausgesetzt und vom Befall durch Schädlinge wie holzzersetzenden Insekten, Mikroorganismen oder Pilzen bedroht ist. Deshalb bedarf es immer eines intakten Holzschutzes. Bei Douglasienholz werden physikalische Holzschutzmittel wie Lasuren, Lacke oder Öle verwendet.

Der Holzschutz sollte regelmäßig auf Schadstellen überprüft und einmal jährlich erneuert werden. Verschmutzungen lassen sich mit klarem Wasser und einem Besen oder einer Bürste einfach entfernen. Die Borsten sollten weich sein, um die Holzoberfläche nicht zu zerkratzen und den Holzschutz nicht zu beschädigen.

 

Alternativen


Heimische Nadelhölzer wie Lärche oder kesseldruckimprägniertes Kiefernholz (KDI).