Das Steuergerät ist die Schaltzentrale jeder Sauna: Es regelt Temperatur, Aufheizdauer und Betriebszeit des Ofens. Moderne Steuerungen bieten zusätzlich Lichtsteuerung, Infrarot-Regelung und Bedienung per Smartphone-App über WLAN.
|
Steuerungstyp |
Funktionen |
Bedienung |
Preisklasse |
|
Basissteuerung |
Temperatur, Timer, Ein/Aus |
Drehregler + Display |
ab ca. 150 € |
|
Komfortsteuerung |
Temperatur, Timer, Licht, Vorwahl |
Touchdisplay |
ab ca. 300 € |
|
Bio-Kombi-Steuerung |
Temperatur, Feuchte, Timer, Licht |
Touchdisplay |
ab ca. 400 € |
|
App-Steuerung |
alle Funktionen via Smartphone |
WLAN + App |
ab ca. 500 € |
Eine Basissteuerung genügt für reine Elektrosaunen, die nur beheizt und zeitgesteuert werden sollen. Die Vorwahlfunktion, die bei Komfortsteuerungen Standard ist, ermöglicht das zeitgesteuerte Vorheizen: Du stellst morgens ein, dass die Sauna um 18 Uhr betriebsbereit sein soll – die Steuerung berechnet die nötige Aufheizzeit und startet den Ofen automatisch.
Das Steuergerät muss zur Leistung des Saunaofens passen: Ein 9-kW-Ofen benötigt eine Steuerung, die mindestens 9 kW schalten kann. Die Schaltleistung steht in den technischen Daten der Steuerung und wird in kW oder Ampere angegeben. Elektro-, Bio- und Holz-Saunaöfen decken Leistungsstufen von 3 bis über 9 kW ab – die Steuerung muss zur jeweiligen Leistungsklasse passen.
Für Kombisaunen mit Infrarot-Funktion wird eine Bio-Kombi-Steuerung benötigt, die beide Heizsysteme unabhängig regelt. Ein separater Feuchteregler steuert den Verdampfer und ermöglicht den Wechsel zwischen trockenem finnischem Betrieb (10–15 % Luftfeuchte) und mildem Bio-Betrieb (40–60 % Luftfeuchte). Ohne diese Regelung lässt sich der Verdampfer nicht separat ansteuern.
Hitzebeständige Saunakabel aus Silikon (SIHF) verbinden Steuergerät und Ofen sicher miteinander und halten Temperaturen bis 180 °C stand.
Tipp: Wähle ein Steuergerät mit Vorwahlfunktion. So lässt sich die Sauna zeitgesteuert aufheizen, und du musst nicht 30 bis 60 Minuten warten, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.
Das Steuergerät wird außerhalb der Kabine an der Wand montiert – in der Regel direkt neben der Saunatür auf einer Höhe von 140 bis 160 Zentimetern. Dort ist es gut erreichbar und nicht den hohen Temperaturen der Kabine ausgesetzt. Vom Steuergerät führen hitzebeständige Kabel durch die Kabinenwand zum Ofen und zum Temperaturfühler. Der Fühler sitzt an der Decke über dem Ofen und misst die aktuelle Kabinentemperatur.
Bei der Erstinstallation müssen die maximale Ofentemperatur und die Abschaltzeit (meist 6 oder 8 Stunden) eingestellt werden. Das passende Zubehör von Aufgusssteinen über Beleuchtung bis hin zur Ausstattung, ergänzt die Technik rund um die Sauna.