Laminat wird fast ausschließlich schwimmend mit Klick-Verbindung verlegt. Das Montagezubehör besteht aus wenigen, aber unverzichtbaren Werkzeugen: Verlegekeilen für die Dehnungsfuge, einem Zugeisen für die Wandreihe und einem Schlagklotz zum schonenden Einrasten der Klick-Profile.
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Werkzeug |
Stückzahl |
Funktion |
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Verlegekeile |
20–40 Stück |
Dehnungsfuge 8–10 mm sichern |
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Zugeisen |
1 |
letzte Reihe wandnah zusammenziehen |
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Schlagklotz |
1 |
Paneele einrasten ohne Kantenschaden |
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Stichsäge oder Kappsäge |
1 |
Paneele auf Länge kürzen |
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Zollstock + Bleistift |
1 |
Maß nehmen und anreißen |
Ein Verlegeset mit Keilen, Zugeisen und Schlagklotz deckt die Grundausstattung ab. Für den Zuschnitt ist eine Stichsäge mit feinem Sägeblatt (T-Schaft, 80+ Zähne) empfehlenswert – sie schneidet das HDF-Trägermaterial sauber und ohne Ausrisse. Montagezubehör für Parkett nutzt die gleichen Grundwerkzeuge, ergänzt sie jedoch um elastische Kleber für verklebte Parkettböden.
Das Zugeisen kommt in der letzten Dielenreihe zum Einsatz, wenn zwischen Wand und Paneel zu wenig Platz für den Schlagklotz bleibt. Das flache Ende wird hinter die Diele geschoben, mit dem Hammer auf das abgewinkelte Ende geschlagen – so zieht sich die Diele Millimeter für Millimeter in die Klick-Verbindung der vorherigen Reihe.
Ohne Zugeisen bleiben in der Wandreihe häufig Spalte, durch die Feuchtigkeit eindringen und die HDF-Kante aufquellen kann. Vinylboden-Montagezubehör erfordert weniger Kraftaufwand beim Einrasten, da Vinyl-Klick-Verbindungen leichtgängiger sind als Laminat-Profile.
Tipp: Die Verlegekeile nach Abschluss der Verlegung nicht vergessen zu entfernen. Sie dienen nur als Abstandhalter während der Montage – bleiben sie dauerhaft stecken, kann sich der Boden bei Ausdehnung nicht frei bewegen.
Eine Stichsäge mit abwärts schneidendem Sägeblatt (Reverse Cut) ist die beste Wahl für Heimwerker. Das Blatt schneidet die Dekoroberfläche von oben nach unten und verhindert Ausrisse an der Sichtkante. Alternativ kann eine Kappsäge verwendet werden, die besonders bei geraden Querschnitten saubere Ergebnisse liefert.
Für Aussparungen an Heizungsrohren und Türzargen ist ein Multitool mit Tauchsägeblatt ideal. Die Laminat-Dämmung muss an den gleichen Stellen ausgeschnitten werden, damit der Boden flach aufliegt.
Ja – bei schwimmend verlegtem Laminat ist eine Dämmunterlage nahezu immer sinnvoll. Sie gleicht kleinere Unebenheiten im Untergrund aus und reduziert den Trittschall deutlich. Viele Laminatböden haben eine werkseitig aufkaschierte Unterlage – dann ist keine zusätzliche Lage nötig.
Empfohlen werden 8 mm umlaufende Dehnungsfuge an Wänden, Türzargen und anderen festen Einbauten. Bei Räumen über 10 m Länge oder Breite sowie bei starken Temperaturschwankungen sollte die Fuge auf 10–12 mm vergrößert werden.
Laminat lässt sich mit einer Stichsäge oder Handkreissäge schneiden – allerdings entstehen dabei oft Splitter an der Oberkante. Ein spezieller Laminatschneider (Hebelschneider) arbeitet sauber und ohne Lärm. Für gelegentliche Projekte ist er eine empfehlenswerte Investition.
Ja – auf Fußbodenheizung ist eine speziell geeignete Dämmunterlage mit niedrigem Wärmedurchgangswiderstand (max. 0,15 m²K/W) zu verwenden. Zu dicke Unterlagen isolieren die Wärme und machen die Heizung ineffizient. Außerdem muss das Laminat selbst als FBH-geeignet ausgewiesen sein.
Ein einfaches Set mit Schlagklotz, Zugeisen und Abstandshaltern kostet ab ca. 10–15 Euro. Ergänzt um eine Rolle Trittschalldämmung für 20 m² sind rund 30–50 Euro einzuplanen. Professionelle Verlegesets mit Laminatschneider liegen bei 50–80 Euro.