Regelmäßige Pflege hält deine Terrasse schön und verlängert ihre Lebensdauer deutlich. Terrassenöle schützen Holz vor Austrocknung und UV-Strahlung, WPC-Pflegemittel frischen die Farbe auf und bilden eine schmutzabweisende Schicht.
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Material |
Empfohlenes Mittel |
Wirkung |
Häufigkeit |
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Hartholz (Bangkirai, Cumaru) |
Hartholz-Öl |
nährt, schützt vor UV, frischt Farbe auf |
1–2 × pro Jahr |
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Weichholz (Lärche, Douglasie) |
Terrassenöl Universal |
Feuchteschutz, UV-Schutz |
1–2 × pro Jahr |
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Thermoholz |
Thermoholz-Öl |
pflegt die thermisch behandelte Oberfläche |
1 × pro Jahr |
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WPC-Auffrischer |
frischt Farbe auf, schmutzabweisend |
1 × pro Jahr |
Vor dem Ölen muss die Terrasse sauber und trocken sein. Am besten nach einer Reinigung mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Das Öl dünn und gleichmäßig mit einem Flächenstreicher oder einer Rolle in Dielenrichtung auftragen. Überschüssiges Öl nach 15 bis 20 Minuten mit einem fusselfreien Tuch abnehmen, damit keine klebrigen Stellen entstehen. Bei stark saugenden Hölzern nach dem Trocknen einen zweiten Durchgang machen.
Tipp: Öle die Terrasse im Frühjahr, bevor die intensive UV-Belastung des Sommers beginnt. So geht das Holz geschützt in die Saison.
Der häufigste Fehler ist das Auftragen von Öl auf eine feuchte oder verschmutzte Oberfläche: Das Öl kann nicht ins Holz eindringen und bildet eine klebrige Schicht, die Schmutz anzieht. Ebenso problematisch ist zu viel Öl auf einmal. Trage lieber zwei dünne Schichten auf als eine dicke. Bei WPC-Dielen niemals Holzöl verwenden, sondern ausschließlich den speziell dafür vorgesehenen WPC‑Auffrischer.
Eine unbehandelte oder geölte Holzterrasse benötigt je nach Witterung und Holzart einmal jährlich eine neue Ölbehandlung. Lasuren halten 2–3 Jahre, deckende Farben bis zu 5 Jahre. Bangkirai und andere Harthölzer benötigen weniger häufige Behandlung als weiche Nadelholzarten.
Vergrautes Holz lässt sich mit einem Holzaufheller oder Grauschleierentferner wieder aufhellen. Das Produkt wird aufgetragen, einwirken gelassen und dann abgewaschen. Danach sollte die Oberfläche geschliffen und sofort mit Öl, Lasur oder Imprägnierung behandelt werden, bevor sie erneut vergraut.
Nein – Lasur und Öl sind nicht direkt kombinierbar. Altes Öl muss zuerst vollständig abgebeizt oder abgeschliffen werden, bevor eine neue Lasur aufgetragen werden kann. Unterschiedliche Pflegesysteme vertragen sich meist nicht und führen zu Abplatzungen oder ungleichmäßiger Haftung.
Ja – viele Terrassenfarben und -öle eignen sich auch für Gartenmöbel aus Massivholz. Bei Möbeln mit Kontaktflächen (Tischplatten, Sitzflächen) sollten lösemittelfreie und wohnbiologisch unbedenkliche Produkte gewählt werden. Die Produktbeschreibung gibt Auskunft über die zugelassenen Einsatzbereiche.
Neue Bangkirai-Dielen sollten vor der Erstbehandlung leicht angeschliffen werden (Körnung 80–120), um natürliche Öle an der Oberfläche zu entfernen und die Haftung des Holzschutzes zu verbessern. Andernfalls kann das Terrassenöl nicht richtig einziehen und bildet einen ungleichmäßigen Film.