Linoleum ist ein natürlicher, robuster Bodenbelag – für eine optimale Verlegung benötigt er jedoch einen ebenen, trockenen Untergrund und je nach Verfahren eine spezifische Dämmunterlage. In unserem Sortiment findest du passende Unterlagen für deinen Linoleumboden.
Linoleum wird üblicherweise vollflächig verklebt. Dabei benötigt man in der Regel keine separate Dämmunterlage – der Klebstoff stellt die direkte Verbindung her. Dennoch gibt es spezielle Ausgleichs- und Entkopplungsunterlagen für bestimmte Untergründe.
Bei Linoleumklickböden (neuere Entwicklung) gelten andere Regeln: Hier empfiehlt sich eine dünne Trittschalldämmung analog zu anderen Klickböden. Naturkorkunterlagen harmonieren besonders gut mit dem natürlichen Charakter von Linoleum.
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Verlegemethode |
Unterlage erforderlich? |
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Vollflächig geklebt |
Nein – Untergrundvorbereitung statt Unterlage |
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Linoleumklickboden |
Ja – dünne Kork- oder PE-Unterlage (1–2 mm) |
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Entkopplung auf FBH |
Spezielle FBH-zugelassene Entkopplungsmatte |
Bei vollflächig geklebtem Linoleum ist die Untergrundvorbereitung wichtiger als die Unterlage. Spachtelarbeiten und Grundierung bestimmen maßgeblich die Haltbarkeit des Klebergebnisses. Frag nach bodenspezifischen Spachtelmassen und Linoleumklebstoffen.
Untergrundebene: Unebenheiten über 2 mm müssen gespachtelt werden
Feuchtigkeitsmessung: Bei Beton und Estrich vor Verlegung zwingend durchführen
Klick-Linoleum: dünne Dämmunterlage max. 2 mm verwenden
Naturverträglichkeit: Korkunterlage passt inhaltlich zu Linoleum als Naturmaterial
FBH: Linoleum ist nur bedingt für Fußbodenheizung geeignet – max. 27 °C Oberflächentemperatur
Nein – geklebtes Linoleum wird ohne Unterlage direkt auf den Untergrund aufgebracht. Die Dämmung entsteht hier durch die Linoleum-Schicht selbst. Nur bei Klick-Linoleum oder speziellen Entkopplungsanforderungen kommt eine separate Unterlage zum Einsatz.
Das ist möglich, wenn der alte Belag fest, eben und fettfrei ist. PVC oder Linoleum als Altbelag sind oft geeignet, sofern keine Blasen oder losen Stellen vorhanden sind. Im Zweifel sollte der alte Belag entfernt und der Untergrund gespachtelt werden.
Sehr wichtig – Linoleum ist dünn und zeigt Unebenheiten deutlicher als dickere Bodenbeläge. Hohlstellen, Schraubenköpfe oder Rillen zeichnen sich durch den Belag ab. Professionelles Spachteln mit geeigneter Ausgleichsmasse ist bei Linoleum unbedingt empfehlenswert.
Ja, mit Einschränkungen. Linoleum verträgt Wärme bis ca. 27 °C Oberflächentemperatur. Bei Fußbodenheizung sollte der Klebstoff ausdrücklich als FBH-geeignet ausgewiesen sein. Langsames Aufheizen in den ersten Wochen nach der Verlegung schützt den Belag.
Linoleumklebstoff versagt bei zu hoher Restfeuchte – der Belag löst sich, wölbt sich auf oder verfärbt sich. Die Estrichfeuchte sollte bei Zementestrich maximal 2,0 % CM betragen. Bei Anhydritestrich liegt der Grenzwert bei 0,5 % CM.