Trittschalldämmung für Vinyl- und Designböden muss dünn, dimensionsstabil und druckfest sein. Eine falsche Unterlage beschädigt die Klickverbindung und verkürzt die Lebensdauer. In unserem Sortiment findest du genau abgestimmte Unterlagen für LVT und SPC-Böden.
Vinyl- und Designböden (LVT, SPC, WPC) haben eine starre Struktur und reagieren empfindlich auf Unebenheiten und zu weiche Unterlagen. Spezielle Unterlagen für diese Bodentypen sind besonders dünn (1–3 mm) und gleichzeitig sehr druckfest.
Viele hochwertige Vinyl-Klickböden haben bereits eine werkseitig aufkaschierte IXPE- oder Korkunterlage. Diese ersetzen in den meisten Fällen eine zusätzliche Unterlage. Ein Wärmedurchlasswiderstand von max. 0,10 m²K/W ermöglicht die Kombination mit Fußbodenheizung.
|
Unterlagentyp |
Dicke |
Trittschall |
Besonderheit |
|
IXPE-Schaum |
1,0 – 1,5 mm |
bis 14 dB |
Sehr flach, für SPC ideal |
|
Korkunterlage |
2,0 – 3,0 mm |
bis 19 dB |
Natürlich, FBH-geeignet |
|
Kombivlies (mit Folie) |
1,5 – 2,0 mm |
bis 17 dB |
Feuchtigkeitsschutz integriert |
Bei Vinyl- und Designböden ist die Druckfestigkeit der Unterlage das entscheidende Kriterium. Zu weiche Unterlagen führen zu Spannungen in der Klickverbindung. Herstellerempfehlungen zum maximalen Kompressionsgrad sind bindend.
Dicke: Für LVT und SPC maximal 2 mm Unterlage (außer bei bereits aufkaschierter Schicht)
Druckfestigkeit: mindestens 200 kPa für Klick-Vinylböden
Vorhandene Aufkaschierung prüfen: Doppelte Unterlage kann zu Klickschäden führen
Fußbodenheizung: Unterlagen mit Wärmedurchlasswiderstand unter 0,10 m²K/W wählen
Feuchtigkeitsschutz: Im Erdgeschoss integrierte Dampfbremsfolie einplanen
Nicht unbedingt. Viele SPC- und LVT-Böden haben bereits eine werkseitig aufgeklebte IXPE- oder Korkschicht. In diesem Fall darf keine zusätzliche Unterlage verwendet werden. Prüfe die Produktbeschreibung oder die Verlegeanleitung des Bodens.
Eine zu weiche Unterlage unter einem Klick-Vinylboden erzeugt Hebelkräfte an den Verriegelungselementen. Mit der Zeit lösen sich Klickverbindungen oder brechen. Im schlimmsten Fall entstehen Fugen und Höhenversätze, die das Verlegen neu erfordern.
Auf Fliesen können dünnere Unterlagen verlegt werden, da der Untergrund selbst sehr eben ist. IXPE-Unterlagen von 1,0–1,5 mm sind ideal. Achte darauf, Fliesenkreuze und Fugen vorher mit Ausgleichsmasse zu glätten, wenn die Tiefe über 2 mm beträgt.
Vinyl ist selbst feuchtigkeitsbeständig, aber Feuchtigkeit vom Untergrund kann trotzdem Schäden verursachen. Im Erd- oder Untergeschoss empfiehlt sich eine Kombivlies-Unterlage mit integrierter Dampfbremsfolie. In Obergeschossen ohne Feuchtigkeitsrisiko genügt eine einfache Schaumunterlage.
Universalunterlagen sind ein Kompromiss. Für Vinylböden sind spezifische, sehr dünne und druckfeste Unterlagen besser geeignet als Universalprodukte. Im Zweifel gilt: Die Empfehlung des Bodenbelagsherstellers hat Vorrang vor allgemeinen Zubehörempfehlungen.