Türgriffe sind das meistberührte Element einer Tür und prägen den ersten Eindruck eines Raumes. Ob geradlinig in Edelstahl, rund als Knauf oder geschwungen in Messing – die Auswahl an Drückergarnituren für Innentüren ist groß und lässt sich auf jeden Einrichtungsstil abstimmen.
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Griffart |
Form |
Typischer Einsatz |
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Drückergarnitur (Klinke) |
Hebelgriff beidseitig |
Standard für alle Innentüren |
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Knopfgarnitur (Knauf) |
Rundknopf beidseitig |
Bad, WC, Keller – wo keine volle Klinke nötig ist |
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Wechselgarnitur |
Klinke außen, Knopf innen |
Wohnungseingang – von außen nur mit Schlüssel öffenbar |
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Muschelgriff |
Flächenbündige Mulde |
Schiebetüren, platzsparender Einbau |
Drückergarnituren mit Rosettenbefestigung (runde Abdeckplatte) sind der aktuelle Standard. Sie verdecken die Schrauben und sitzen optisch schlanker als die früher üblichen Langschild-Garnituren. Edelstahl gebürstet ist die beliebteste Oberfläche, gefolgt von Mattschwarz und verchromt.
Die Drückergarnitur muss zum Schloss der Tür passen. Es gibt drei gängige Lochbilder: BB (Buntbart – klassischer Schlüssel), PZ (Profilzylinder – Sicherheitsschloss) und Bad/WC (Drehknopf innen, Notentriegelung außen). Die Vierkant-Stiftlänge richtet sich nach der Türblattstärke – üblich sind 8 Millimeter bei Standardtüren (40 Millimeter Türblattstärke). Bei dickeren Türblättern einen verlängerten Vierkant verwenden. Türschlösser für Innentüren und Drückergarnituren sollten aufeinander abgestimmt sein, damit Schlosskasten, Vierkant und Rosette zueinanderpassen.
Tipp: Im gesamten Wohnbereich die gleiche Griffserie verwenden – so entsteht ein harmonisches Bild, auch wenn die Türblätter unterschiedlich sind.
Bei Rosettengarnituren werden zunächst die Rosetten auf beiden Türblattseiten befestigt – entweder geschraubt oder mit einer verdeckten Stift-Klick-Verbindung. Dann wird der Vierkantstift durch den Schlosskörper geführt und die Klinken werden beidseitig aufgesteckt und gesichert. Die meisten Garnituren lassen sich ohne Spezialwerkzeug montieren. Türdichtungen am Zargenfalz sollten vor der Griffmontage geprüft werden, da ein korrekt schließendes Türblatt die Voraussetzung für den sauberen Sitz der Falle im Schließblech ist.
Spezielle Beschläge für Glastüren verwenden ein Klemmsystem anstelle von Schrauben und sind daher nicht mit Holztür-Garnituren austauschbar.