Der Saunaofen ist das Herzstück jeder Sauna: Er bestimmt Temperatur, Aufheizzeit und das Klima in der Kabine. Elektro-Saunaöfen, Bio-Saunaöfen mit Verdampfer und holzbefeuerte Öfen für Gartensaunen decken Leistungsstufen von 3 kW für kleine Kabinen bis 9 kW und mehr für große Saunaräume ab.
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Ofentyp |
Leistung |
Anschluss |
Geeignet für |
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Elektro-Ofen |
3–9 kW |
230 V oder 400 V |
Innensaunen, Standardkabinen |
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Bio-Ofen (Verdampfer) |
6–9 kW |
400 V |
Kombibetrieb, milde Feuchte |
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Holzofen |
10–20 kW (thermisch) |
kein Strom |
Gartensaunen, Fasssaunen |
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Ofen mit Außenbefeuerung |
10–20 kW (thermisch) |
kein Strom |
Saunahäuser mit Außenzugang |
Elektro-Öfen sind die verbreitetste Wahl für Innensaunen: sauber, geruchlos und per Steuergerät komfortabel regelbar. Bio-Öfen besitzen zusätzlich einen integrierten Verdampfer, der die Luftfeuchtigkeit erhöht und ein milderes Klima erzeugt. Kombisaunen vereinen finnischen und Infrarot-Betrieb in einer Kabine und benötigen einen Bio-Ofen mit separater Infrarot-Steuerung. Holzöfen liefern das authentischste Saunaerlebnis mit knisterndem Feuer und natürlichem Holzduft, benötigen aber einen Schornsteinanschluss nach DIN EN 15821.
Moderne Steuergeräte regeln Temperatur, Aufheizdauer und Betriebszeit automatisch – von der Basissteuerung mit Drehregler bis zur App-Steuerung per Smartphone.
Die Faustregel lautet: 1 kW pro Kubikmeter Kabinenvolumen. Glasflächen zählen doppelt, da Glas mehr Wärme abgibt als Holz. Bei Massivholzsaunen addiere 20 Prozent zur berechneten Leistung, da das dicke Holz mehr Energie zum Aufheizen benötigt. Beispiel: Eine Kabine mit 6 m³ Rauminhalt, 1 m² Glasfront und Massivholzwänden benötigt: (6 + 1) × 1,2 = 8,4 kW – ein 9-kW-Ofen ist hier die richtige Wahl.
Saunaöfen bis 4,5 kW laufen an 230 Volt (Haushaltssteckdose), darüber ist ein 400-Volt-Starkstromanschluss erforderlich. Die Anschlussarbeiten für 400 Volt müssen von einem zugelassenen Elektriker durchgeführt werden. Die Saunasteine sollten den Ofenkorb locker füllen, ohne die Heizstäbe zu berühren – etwa 15 bis 25 Kilogramm, je nach Ofenmodell.
Tipp: Wähle den Ofen eher eine Stufe stärker als knapp berechnet. Ein leistungsstärkerer Ofen erreicht die Temperatur schneller und läuft dann im Teillastbetrieb, was die Lebensdauer der Heizelemente verlängert und den Stromverbrauch senkt.
Olivindiabas und Peridotit sind die am häufigsten empfohlenen Saunasteine. Sie besitzen eine hohe Wärmespeicherkapazität, zersetzen sich langsam und geben beim Aufguss einen gleichmäßigen, weichen Dampf ab. Die Steine müssen alle 1 bis 2 Jahre vollständig ausgetauscht werden, da sie durch die wiederholten Temperaturwechsel (von 20 auf über 400 °C) mürbe werden und zerbröseln.
Ofenschutzgitter, Ersatzheizstäbe und Schornsteinanschlüsse gehören zu dem Zubehör, das den sicheren und effizienten Betrieb des Saunaofens gewährleistet. Das passende Saunazubehör – von Beleuchtung über Ausstattung hin zu Pflegemitteln – rundet die Saunaeinrichtung ab.